Drei neue Park-Apps für Vorarlberg

Vorarlberg / 21.02.2022 • 19:27 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der bisherige Platzhirsch präsentiert sich nun pink. STadt Bregenz
Der bisherige Platzhirsch präsentiert sich nun pink. STadt Bregenz

In 14 Gemeinden kann man den Parkschein per Handy zahlen – mit März drei verschiedene Anbieter.

Dornbirn Mit März haben Autofahrer beim Parken neue Wahloptionen. Bislang konnten sie in den Vorarlberger Gemeinden nur mit der App ParkNow aus dem Hause BMW Group und Daimler Mobility AG den Parkplatz bargeldlos bezahlen. Dieser Dienst wurde vor einem halben Jahr von einem Mitbewerber, EasyPark, übernommen. Seit Anfang Februar wird ParkNow und dessen Kundenstamm in EasyPark integriert. Gleiches gilt für die Schwesterprodukte ParkMobile, Park-line und RingGo der ParkNow-App, die vor allem in der Schweiz und Frankreich genutzt wurden. Dies ist jedoch nicht die einzige Umstellung im digitalen Parkmanagement Vorarlbergs. Denn nun rollen zwei weitere Park-Apps auf den Vorarlberger Markt.

Mehr Anbieter denkbar

Möglich wurde dies durch eine Kooperation des Vorarlberger Gemeindeverbands mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Apps haben vieles gemein: Ihre Installation ist gratis, sie haben gesonderte Angebote für gewerbliche Nutzer und bieten eine Alternative, falls mal das Internet aufgebraucht ist. Zu den Basisangeboten zählt bei den meisten Apps eine Karte, die die Parkzonen anzeigt. Direkt am Handy kann die erwartete Parkdauer eingestellt und je nach Bedarf verlängert oder verkürzt werden.

„Über das größere Angebot können Autofahrer jene App auswählen, die am besten ihren Bedürfnissen entspricht. Zudem sichert der Wettbewerb Preiseffizienz und fördert Innovationen“, nennt Gemeindeverbandspräsidentin und Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zwei Vorteile der Ausweitung. Denkbar sei, den Dienst über smartparking noch auf weitere Anbieter auszudehnen.

Wenig Neues für Bestandskunden

Bestehende ParkNow-Kunden können das Service aber zu denselben Konditionen wie bisher verwenden. Genauere Informationen erhalten sie direkt über ihre App. In den nächsten Tagen werden sich auf der Webseite www.v-parking.at ein Vergleich der verschiedenen Apps und deren Preismodelle finden. Wir haben die drei Apps anhand der verfügbaren Informationen verglichen.

Seit 2018 können Autofahrer in Vorarlberg ihr Parkticket per App lösen. Insgesamt 14 Gemeinden erheben Parkgebühren und bieten diesen Dienst an: Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Gargellen, Hard, Hohenems, Lauterach, Lochau, Lustenau, Schnifis, Schruns, Übersaxen und Wolfurt. VN-RAU

EasyPark

Der größte der drei Anbieter. Das Angebot umfasst in Europa 20 Nationen und 2200 Städte, global sind es 3200 Ortschaften in 25 Nationen. Seit Anfang Februar werden die bisherigen PARK NOW-Nutzer in Vorarlberg auf Easypark umgestellt.

Alleinstellungsmerkmal Angekündigt ist eine Suchfunktion für E-Tankstellen. In manchen Großstädten gibt es ein integriertes Parkleitsystem

Kosten Mindestens 29 Cent, ansonsten 15 Prozent der Parkgebühren pro Parkschein. SMS-Erinnerung 15 Cent. Für Vielparker gibt es ein Abomodell um 1,99 Euro im Monat

Bezahlung Per Kreditkarte, Paypal oder Lastschrift möglich

Wenn das Internet streikt Alternative per Telefonanruf

Parkster

Hat seine Wurzeln in Schweden, seit 2018 in Deutschland großflächig vertreten. In Österreich in ein paar Gemeinden präsent, so auch St. Anton am Arlberg. Die App kann mehrere Kennzeichen separat verwalten.

Alleinstellungsmerkmal Mit Prankster Plus gibt es kostenpflichtige Zusatzservices. Diese Umfassen eine Überzahlhilfe (eine Erinnerung beim Wegfahren, falls man das Parken noch nicht beendet hat), ein Familienkonto, Belegnachweise und ein CO2-Programm.

Kosten Die App wirbt damit, keine Servicegebühren zu verlangen. Parkster Plus liegt bei 0,39 Cent pro Parkschein

Bezahlung Am Ende des Monats gesammelt, entweder per Kreditkarte oder Überweisung

Wenn das Internet streikt SMS

Handyparken

Ein Angebot von A1, mit Fokus auf Österreich. Die App akzeptiert auch das Parkguthaben für die Kurzparkzonen Wien. In den mit März 2022 flächendeckend eingeführten Kurzparkzonen muss das Guthaben im Vorfeld aufgeladen werden.

Alleinstellungsmerkmal Die App unterscheidet zwischen Kurzparkzonen und Parkplätzen bei der Berechnung der Servicegebühren.

Kosten Kurzparkzonen von 0 – 0,18 Cent, Parkplätze 0,24 Cent. Für Vielparker gibt es Abomodelle um 2,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr.

Bezahlung Grundsätzlich per Paybox oder Handyrechnung, in Wien kann die Kurzparkzone noch per Onlinebanking und Kreditkarte bezahlt werden.

Wenn das Internet streikt SMS