“Wir müssen Impflücke schließen”

Vorarlberg / 21.02.2022 • 19:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Immunität Bei vulnerablen Gruppen müsse die Immunitätslücke geschlossen werden, sagt Dorothee von Laer.

Immunität Bei vulnerablen Gruppen müsse die Immunitätslücke geschlossen werden, sagt Dorothee von Laer.

Insbesondere vulnerable Gruppen müssen geschützt werden, sagt Virologin von Laer.

Schwarzach Erste Studiendaten lassen vermuten, dass die Omikron-Variante BA.2 ansteckender und gefährlicher sein könnte als der bisher dominierende BA.1-Typ. Eine überstandene Infektion schütze außerdem nicht vor einer weiteren Ansteckung mit BA.2. Unklar sei jedoch noch, ob die neue Variante pathogener ist, also stärker krank macht, erklärt Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck am Montagabend bei Vorarlberg LIVE. „Wir werden diese Woche wahrscheinlich schon über 50 Prozent der Infektionen in Österreich mit dem BA.2-Typ haben.“ Bei einem milden Omikron-Verlauf sinken zudem die Chancen, Antikörper gegen die Deltavariante zu bilden.

Unklar sei derzeit noch, wie die Langzeitfolgen nach einer Omikron-Infektion ausschauen.  „Die ersten Hinweise, dass es auch bei Omikron Long-Covid gibt, sind da. Entscheidend ist aber, dass leichte Verläufe genauso wie schwere Verläufe zu Long-Covid führen können“, erklärt die Virologin. In den kommenden Herbst blickt Dorothee von Laer mit gemischten Gefühlen. Wichtig sei jedenfalls, dass bis Herbst die Impflücke bei den vulnerablen Gruppen geschlossen werde: „Sonst haben wir im Falle einer neuen, vielleicht nicht so harmlosen Variante im Herbst wieder Probleme in den Krankenhäusern. Da müssen wir auf über 90 Prozent kommen.“ Offen sei die Frage, ob das gesamte Volk durchgeimpft werden müsse.