Omikronwelle zieht sich jetzt überraschend stark zurück

Vorarlberg / 22.02.2022 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auch in Baden-Württemberg schreitet man zu Lockerungen.

SCHWARZACH Zuletzt ist das Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums davon ausgegangen, dass die Omikronwelle sozusagen auf einem sehr hohen Niveau stehenbleibt. Aktuell müsste es in Vorarlberg demnach knapp 3000 bestätigte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche geben. Tatsächlich handelte es sich gestern nach Angaben der staatlichen Gesundheitsagentur AGES jedoch um 2163. Das ist das Ergebnis eines überraschend starken Rückgangs in den vergangenen Tagen. Er deckte sich auch mit anderen Entwicklungen, die zuversichtlich stimmen können. Für Wien war nach Semesterferienende und mit Aufkommen eines Omikron-Subtyps eine weitere Welle erwartet worden. Laut Prognosen hätten die Zahlen demnach bereits steigen müssen. Sie sind jedoch leicht gesunken.

Tendenziell zurück geht die Inzidenz bestätigter Infektionen auch im Bodenseeraum. Besonders deutlich ist das in der Schweiz und in Liechtenstein der Fall, wo fast alle Beschränkungen bereits aufgehoben worden sind. Im Fürstentum lag sie am vergangenen Dienstag bei 2220 und gestern bei 1433, war also um rund ein Drittel neidriger.

Entspannung tut not: Im deutschen Bodenseekreis mit Friedrichshafen nimmt die Belastung der Spitäler noch zu. Auf der anderen Seite mussten im benachbarten Ravensburg aufgrund infektionsbedingter Personalausfälle bereits dutzende Betten geschlossen werden. Die guten Aussichten ermöglichen aber auch in Baden-Württemberg Lockerungen: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verkündete gestern die Öffnung von Clubs und Diskotheken im Bundesland. Zudem gilt in der Gastronomie nicht mehr die 2G-, sondern die 3G-Regel, womit auch Ungeimpfte mit einem negativem Testergebnis Zutritt erhalten. JOH