BA.2 auf der Überholspur

Vorarlberg / 25.02.2022 • 21:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Subtyp der Omikron-Variante betrifft schon über 30 Prozent der Neuinfektionen.

Bregenz, Wien Omikron ist nicht mehr einfach nur Omikron. Inzwischen hat sich die Subvariante BA.2 gebildet, und sie ist auf dem Vormarsch. So sind etwa in Wien bereits über 50 Prozent der Neuinfektionen auf BA.2 zurückzuführen. Zu Beginn der Woche lag der Anteil noch bei 49 Prozent, gestern, Freitag, übersprang er die 50-Prozent-Hürde.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker merkte an, es gebe keinen Grund anzunehmen, das das nicht in anderen Bundesländern ebenfalls der Fall sei. Mit dieser Einschätzung liegt er richtig. Auch in Vorarlberg ist der Omikron-Subtyp auf dem Vormarsch. Diese Woche waren bereits 34 Prozent der festgestellten Neuinfektionen auf BA.2 zurückzuführen. „Tendenz steigend“, bestätigte Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher auf VN-Nachfrage.

Schnelle Ausbreitung

Dieser Trend hatte sich schon zum Jahreswechsel abgezeichnet. Die Delta-Variante verschwand zunehmend von der Bildfläche. Seit der Kalenderwoche 5 ist sie endgültig Geschichte. Stattdessen machte sich Omikron breit, zuerst als BA.1, dann als BA.2. Der Subtyp breitete sich sukzessive aus. In der Kalenderwoche 5 meldete das Varianten-Screening einen Wert von etwa 16 Prozent, in der Kalenderwoche 6 waren es bereits 22, und in Kalenderwoche 7 schon 26 Prozent. Inzwischen machen die Neuinfektionen mit BA.2 über 30 Prozent aus. Sie gilt als noch infektiöser als die Ausgangsvariante von Omikron. Das ist mit ein Grund, warum die Infektionszahlen hoch bleiben. „Wir haben im Durchschnitt täglich bis zu 1500 Fälle“, verdeutlicht Grabher. Er geht davon aus, dass die Welle noch nicht so schnell abflacht. „Das wird sich ziehen“, betrachtet er die die Entwicklung nüchtern.

Kaum schwere Verläufe

Was ein bisschen beruhigt. ist der Umstand, dass der Subtyp BA.2 keine schwereren Krankheitsverläufe verursacht als das „normale“ Omikron-Virus. Das zeigt sich auch an der Spitalsbelegung. Aktuell werden insgesamt 79 Covid-19-Patienten stationär behandelt, 28 von ihnen verfügen über keinen vollständigen Impfschutz.

Dazu gehören auch zwei von fünf Patienten, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen. Zwei der Intensivpatienten verfügen über keinen vollständigen Impfschutz. VN-MM