Die wahren Helden auf der Piste: Pistenraupen im Dauereinsatz

Vorarlberg / 25.02.2022 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Helmut Gritsch (Leitung Pistenpräparation Skilifte Lech), Christian Brändle (Werkstätte), Michael Scheidl (Einsatzleiter) und Benjamin Bildstein sorgen für einwandfreie Pisten.<span class="copyright">Bi</span>
Helmut Gritsch (Leitung Pistenpräparation Skilifte Lech), Christian Brändle (Werkstätte), Michael Scheidl (Einsatzleiter) und Benjamin Bildstein sorgen für einwandfreie Pisten.Bi

Lech „Wir haben derzeit zehn Fahrer und einen Springer im Einsatz“, erklärt Helmut Gritsch, der neben der Beschneiung seit heuer bei den Skiliften Lech auch für die Pistenpräparation zuständig ist. Er ist seit 2007 bei den Skiliften Lech, begonnen hat er als Elektriker, sein Aufgabengebiet erweiterte sich sukzessive. Der gebürtige Tiroler fährt auch selbst die Pistenraupe, wenn Not am Mann ist.

Insgesamt sind neun Pistenraupen für die Skilifte Lech im Einsatz, eine davon am Madloch in Zug. Es ist ein moderner Fuhrpark, der durch Christian Brändle in der dazugehörenden Werkstätte sorgsam gewartet wird: „Unsere Pistengeräte werden stark beansprucht, nahezu täglich fallen Reparaturen an.“ Es sind gewaltige Maschinen mit 530 PS, die jeweils zwölf bis 14 Tonnen wiegen. Fünf Maschinen sind mit einer Seilwinde ausgestattet, die zur Unterstützung dient, wenn das Gelände sehr steil ist. Die Länge des Seils kann übrigens bis zu 1200 Meter betragen.

Benjamin Bildstein arbeitet im Winter gern als Pistenraupenfahrer.<span class="copyright">BI</span>
Benjamin Bildstein arbeitet im Winter gern als Pistenraupenfahrer.BI

Frühmorgens im Einsatz

Die Pistenraupenfahrer sind direkt neben der Garage im Kriegerhorn-Haus untergebracht, damit sie bei Bedarf schnellstmöglich in den Einsatz kommen. Ihre Dienste dauern jeweils sechs Tage in der Woche. An sich werden die Pisten regelmäßig am Abend ab 17 Uhr für den nächsten Tag präpariert. Zumeist sind die Fahrer mit ihren leistungsstarken Maschinen dann bis Mitternacht unterwegs. Bei starkem Schneefall kann es aber auch der Fall sein, dass die Fahrer bereits um vier Uhr oder sogar noch früher starten, damit die Pisten rechtzeitig vor dem Öffnen der Skilifte einwandfrei präpariert sind.

Bei viel Neuschnee müssen die Pistenraupenfahrer auch frühmorgens raus auf die Piste, um diese noch vor dem ersten Skifahrer einwandfrei zu präparieren. <span class="copyright">Bildstein Hussl Sailing</span>
Bei viel Neuschnee müssen die Pistenraupenfahrer auch frühmorgens raus auf die Piste, um diese noch vor dem ersten Skifahrer einwandfrei zu präparieren. Bildstein Hussl Sailing

„Ich finde es sehr faszinierend, für die Pistenpräparierung unterwegs zu sein. Es ist ein umfangreiches Aufgabengebiet. Die meisten Wintersportler wissen gar nicht, wie viel Arbeit dahintersteckt. Gerade bei Schneestürmen ist unsere Konzentration bis aufs Äußerste gefordert, was ich persönlich jedoch sehr spannend finde“, betont Benjamin Bildstein, der heuer zum ersten Mal als Fahrer im Einsatz ist. Michael Scheidl hat als Einsatzleiter ebenfalls viel Verantwortung: „Ich organisiere die Einteilung der Fahrer. Es ist wichtig, einen Überblick zu bewahren und sorgsam darauf zu achten, dass wirklich alle Geländebereiche berücksichtigt werden. Immerhin steht die Sicherheit der Skifahrer für uns ganz zentral.“ BI