Endspurt bei „Human Vision“

Vorarlberg / 09.03.2022 • 16:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Szene vom „Human Vision film festival“ 2019. Das Festival findet heuer bereits zum sechsten Mal statt.LOA
Szene vom „Human Vision film festival“ 2019. Das Festival findet heuer bereits zum sechsten Mal statt.LOA

6. Film Festival im Spielboden bietet auch Kunst und informative Vorträge.

Dornbirn 2022 ist Vorarlberg erneut Schauplatz eines Festivals, das mit einem umfassenden Film- und Rahmenprogramm die Menschenrechte in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtet. Im Dornbirner Spielboden läuft derzeit das 6. „Human Vision film festival“.

2016 wurde dieses besondere Festival am Spielboden in Dornbirn entwickelt und zeigt auf, wo Menschenrechte verletzt, aber auch gewahrt und gefeiert werden. An acht Tagen werden hauptsächlich durch das Medium Film, aber auch durch weitere Erzählformate, wie Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Workshops und dergleichen, Einblicke in die Vielfalt der Themen geboten sowie Impulse gesetzt, was jeder einzelne für den Schutz von Menschenrechten tun kann.

Viele machen mit

„Rund 70 NGOs, Initiativen und Einrichtungen aus Vorarlberg, Österreich, und über deren Grenzen hinaus, in enger Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Plattform für Menschenrechte, wurden eingeladen, diese Werte über ihre Plattformen mitzutragen“, betont Michael Fritz vom Spielboden-Team.

„Equality“ als Grundlage für ein mitfühlendes und würdevolles Zusammenleben – mit diesem Leitgedanken beschäftigt sich das diesjährige „Human Vision film festival“. Noch bis 12. März erwartet Besucherinnen und Besucher ein spannendes Programm. Neben Kinovorstellungen gibt es wie erwähnt ein vielfältiges Rahmenprogramm, das unter anderem zum Vortrag von Markus Blümel an der HAK Bregenz am heutigen Donnerstag, 10. März, ab 18 Uhr lädt. Der Vortrag bietet einen Überblick über solidarisches Wirtschaften und stellt aktuelle Ansätze sowie ausgewählte Fallbeispiele dazu vor.

Im Laufe des Festivals bemalt der Hohenemser Künstler Lorenz Helfer drei Wände im Obergeschoss des Spielbodens. Die Motive sollen als Reaktion auf Gespräche mit Besuchern und aus Eindrücken des Programms entstehen. Jeder ist herzlich eingeladen, Helfer in seinem temporären Atelier zu besuchen, mit ihm über seine Arbeit zu sprechen oder ihn einfach beim Malen zu beobachten und zu begleiten.

Die Komfortzone verlassen

Die Interaktion ist dabei der essenzielle Bestandteil seines Werks. Es soll sich darin die Vielfalt des Zusammenlebens widerspiegeln. „Es ist mein Wunsch, dass sich jeder in meinen Bildern erkennt. Genau dadurch unterscheidet sich diese Residence von meinem Atelieralltag. Ich bin, genauso wie jeder Besucher, dazu aufgefordert, meine Komfortzone zu verlassen“, betont der in Bregenz lebende Künstler. Gemeinsam soll dabei ein Werk „von uns allen“ entstehen. Der Künstler ist jeden Tag zwischen 16 und 20 Uhr anwesend, am 12. März findet zwischen 18 Uhr und 19.30 Uhr eine Führung statt, in der Lorenz Helfer über seine Arbeit spricht und Fragen beantwortet. cth