Omikron-Welle hat offenbar Höhepunkt überschritten

Vorarlberg / 27.03.2022 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Omikron-Welle hat offenbar Höhepunkt überschritten
In der Schweiz könnte die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln fallen. APA/Neubauer

In der Schweiz sollen diese Woche die letzten Beschränkungen aufgehoben werden.

SCHWARZACH Der Höhepunkt der jüngsten Infektionswelle ist ganz offensichtlich überschritten. Dafür sprechen die Zahlen, die für alle Bodenseeregionen gemeldet werden. In der Schweiz sollen diese Woche die letzten Beschränkungen fallen. Mit Freitag, 1. April, soll es zu einer Rückkehr zu gewohnten Freiheiten kommen.

Stetiger Rückgang

In Vorarlberg gab es gestern 3081 bestätigte Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Damit setzte sich ein langsamer, aber stetiger Rückgang fort. Am 17. März war die Inzidenz bei 3958 gelegen; das war der Spitzenwert im bisherigen Verlauf der Pandemie. Bei den Hospitalisierungen änderte sich übers Wochenende in Summe nichts. Zuletzt mussten 90 Patienten mit Corona auf der Normal- und fünf auf der Intensivstation behandelt werden. Hier sollte es laut Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums im April zu einer Entspannung kommen. In der Schweiz dauert die Entspannung schon etwas länger an. Im gesamten Land, aber auch in den benachbarten Kantonen, ist die Inzidenz bereits deutlich unter 2000 gesunken. Der Bundesrat, also die Regierung, wird nun verkünden, wie es weitergeht. Geplant ist, dass es ab 1. April keine Beschränkungen mehr gibt, die das Alltagsleben betreffen. So könnte auch die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln fallen. Infizierte sollen nicht mehr verpflichtet sein, sich zu isolieren. Die Kontaktnachverfolgung wird eingestellt. Auch Testzentren werden geschlossen.

Kritik an den Lockerungen

In Deutschland ist der Rückgang des Infektionsgeschehens in den meisten Regionen noch gering. Trotzdem ist die Regierung auch dort zu Lockerungen geschritten. Wie in den vergangenen Wochen in Österreich sorgt das für Kritik: „Diese Lockerungen werden meines Erachtens nun leider wieder zu Lasten der Mitarbeiter in den Krankenhäusern und in den medizinischen Berufen gehen, die in den letzten zwei Jahren sowieso schon immer sehr stark belastet waren“, warnt der Lindauer Landrat Elmar Stegmann. Der CSU-Politik ruft daher zu Eigenverantwortung auf: „Nicht alles, was rechtlich möglich ist, ist auch sinnvoll.“ Er bitte alle Bürger, Corona nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und Hygieneregeln weiter zu beachten und auch nach wie vor Maske zu tragen, wo es sinnvoll ist.

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