Sehnsucht nach Frieden

Vorarlberg / 28.03.2022 • 16:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stadtpfarrer Pater Guido Kobiec, die evangelische Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche.<span class="copyright">SCO</span>
Stadtpfarrer Pater Guido Kobiec, die evangelische Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche.SCO

In Bludenz wurde für die Ukraine und den Weltfrieden gebetet.

Bludenz „Ergriffen lauschten die Menschen den Wünschen der jüngeren Gemeindemitglieder und vor allem dem Bericht von Schwester Tatjana. Sie wirkt in einem Kloster in einem – im Moment noch – sicheren Teil in der Ukraine“, berichtet die Evangelische Pfarrgemeinde Bludenz auf ihrer Homepage über das ökumenische Friedensgebet. Zu dieser Begegnung, die unlängst auf dem Kirchplatz Heilig Kreuz stattfand, hatten die evangelischen und katholischen Kirchen geladen. Der Einladung zum ökumenischen Friedensgebet folgten Menschen aus Bludenz und Umgebung, unter ihnen LAbg. Christoph Thoma, Bürgermeister Simon Tschann, die Stadträtinnen Martina Brandstetter und Andrea Mallitsch sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Gertrud Burtscher aus der Pfarre Herz Mariae und Christine Vonblon aus der Pfarre Heilig Kreuz.

„Wir haben an dem Abend ein starkes Zeichen gesetzt; die Verbundenheit hier bei uns in Bludenz beginnt und wird natürlich noch Gestalt annehmen“, freut sich Pater Guido Kobiec. Positiv wertet der Stadtpfarrer, der die Pläne für das Friedensgebet gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Christiane Assel und Kaplan Mathias Bitsche geschmiedet hatte, „dass wir überkonfessionell ökumenisch zusammenrücken“. Mit den Spenden der Teilnehmenden am Friedensgebet werden die Styler Schwestern (denen Tatjana angehört) im südöstlichen Teil der Ukraine unterstützt, damit sie ihre Hilfe für die notleidenden Flüchtenden weiterführen können.

Friedensgebet am Kirchplatz der Heilig-Kreuz-Kirche in Bludenz.
Friedensgebet am Kirchplatz der Heilig-Kreuz-Kirche in Bludenz.

Zeichen der Verbundenheit

„Beten und Handeln, das gehört für mich zusammen. Wir vertrauen auf Gottes guten Geist, der die Menschen miteinander verbindet und vielleicht doch ein Wunder bewirken kann“, schöpft Pfarrerin Assel Kraft und Zuversicht aus dem Glauben. Sie erinnert sich an die vielen Friedensgebete in der DDR. „Letztlich ist die Mauer gefallen. Das hätte niemand für möglich gehalten; es war für uns ein Wunder, dass das passiert ist, ohne Blutvergießen“, gibt Assel zu bedenken. Die vielen Friedensdemonstrationen weltweit sieht die aus Deutschland stammende Hirtin „als großes Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit“.

Während der Fastenzeit laden die Kolpingfamilie Bludenz und die Franziskaner jeden Donnerstag um 19 Uhr und jeden Sonntag um 8 Uhr in die Franziskanerkirche ein, um bei der Messfeier für die Ukraine und den Weltfrieden zu beten. SCO

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