Ein Hund als Chiffre für Eheturbulenzen

Vorarlberg / 01.04.2022 • 16:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Marion Kracht als Ehefrau Doris, Simone Ritscher als Therapeutin und Michael Roll als Ehemann Georg. Dietrich Dettmann
Marion Kracht als Ehefrau Doris, Simone Ritscher als Therapeutin und Michael Roll als Ehemann Georg. Dietrich Dettmann

Nach fulminantem „Amadeus“ nun eine eher schwächere Ehekomödie bei „Applaus“-Abo.

Götzis „Und wer nimmt den Hund?“ So lautet der Titel der zweiten Aufführung im neuen „Applaus“-Abo. Doch Tierfreunde seien gewarnt – es ist keine hübsch-herzliche Hundegeschichte wie etwa „Krambambuli“. Nein, die Ehekomödie von Martin Rauhaus in der Regie von Martin Woelffer (Tourneetheater Thespiskarren) gipfelt bei einem scheidungswilligen Ehepaar in der wesentlichen Frage „Und wer nimmt den Hund?“.

Vernunft als „Trennungsdynamik“

Georg und Doris haben schon Silberne Hochzeit gefeiert, doch dann passiert etwas, was vielen „braven“ Eheleuten passiert ist – er, Georg, verliebt sich in eine Jüngere, seine Assistentin. Die geplante Trennung wollen die beiden Eheleute aber nicht als Geschlechterkampf,
sondern mit Vernunft als „Trennungsdynamik“ erleben. Eine Trennungstherapeutin soll sie dabei begleiten. Nun, nach einigen Turbulenzen auch im Freundeskreis bleiben Georg und Doris samt Hund dann doch glücklich vereint. Man unterhält sich ganz gut, doch das Stück ist als Komödie nur Mittelmaß; viel zu viel Blabla, keine Pointen, letztlich dünne Handlung ohne Spannungselemente und Esprit …

Zwei beliebte deutsche Fernsehstars trugen das Stück. Die wie eh und je reizende und humorvolle Marion Kracht als Doris und der Mädchenschwarm von einst und heute fesche reife Herr, Michael Roll, spielten herzerfrischend. Daneben ein engagiertes Ensemble mit Simone Ritscher als gestrenger Therapeutin. SCH

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