Ukraine-Krieg und die Empfehlung zu sanfter Mobilität

Vorarlberg / 01.04.2022 • 19:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brebenz  Die alljährliche Auslobung des VCÖ-Mobilitätspreises nutzen Umweltlandesräte gerne, um für ein umweltfreundliches Verkehrsverhalten zu werben. Der neue Vorarlberger Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (37, Grüne) hat für diesen Appell heuer besonders gute Argumente. „Der aktuelle Krieg führt uns deutlich vor Augen, wie wir im Bereich Energie von Diktatoren abhängig sind.“ Grund genug, auf umweltfreundliche Mobilität zu setzen, was Zadra gemeinsam mit VCÖ-Österreich-Chef Michael Schwendinger, der Radverkehrsbeauftragten der Vorarlberger Landesregierung, Katharina Schwendinger, und Marcus Ender von den ÖBB auch tat.

Schon die bisherigen Appelle blieben nicht ungehört. Immerhin ist jeder fünfte Haushalt in Vorarlberg autofrei, der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsaufkommen beträgt bereits 16 Prozent und ist bundesweit Spitze. Und er soll, so der Wunsch von Katharina Schwendinger, noch größer werden.

Inspiriert werden soll die Verkehrswende auch durch entsprechende Angebote, wie etwa das KlimaTicket VMOBIL. Dieses berechtigt zur Nutzung von Bus und Bahn im ganzen Land für ein Jahr.

VCÖ sucht Gewinner

Michael Schwendinger rechnet vor, dass sich eine Person auf der Strecke Feldkirch-Dornbirn bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Vergleich zur Nutzung eines Pkw 960 Euro an Kosten pro Arbeitsjahr spart.

Auch heuer suchen VCÖ, das Land und die ÖBB wieder Menschen mit Projekten für nachhaltige Mobilität. Zur Teilnahme aufgerufen sind Betriebe, Start-ups, Tourismusregionen, Gemeinden, Städte, Schulen, Universitäten und Einzelpersonen. Der VCÖ-Mobilitätspreis legt heuer auch einen Schwerpunkt auf das Thema „Kindgerechtes Verkehrssystem“. Einreichfrist ist der
1. Juni. VN-HK

„Der aktuelle Krieg zeigt uns, dass wir im Bereich Energie von Diktatoren abhängig sind.“

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