Ergreifender Appell für Frieden in der Ukraine

Vorarlberg / 03.04.2022 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Botschaft ist eindeutig: Kein Krieg. 
Die Botschaft ist eindeutig: Kein Krieg. 

Ukrainerinnen und Ukrainer trauern um Opfer des Krieges.

Felkdirch Viele Tränen flossen am frühen Sonntagnachmittag auf dem Montfortplatz in Feldkirch. Die Gemeinschaft der orthodox-katholischen ukrainischen Glaubensgemeinschaft Vorarlberg hatte zu einer Kundgebung gerufen, rund 100 in Vorarlberg lebender Ukrainerinnen und mehrere Flüchtlinge waren gekommen.

Auf dem Platz vor dem Montforthaus wurden 158 Paar Kinderschuhe platziert. „158 Kinder sind mit heutigem Stand von russischen Raketen getötet worden“, wusste Irina Giessmann, in Lustenau verheiratet, zu erzählen. „Von 400 weiteren Kinder wissen wir, dass sie entweder verletzt wurden oder jetzt Waisen sind“, ergänzt Giessmann. Sie stammt ursprünglich aus der Westukraine. Giessmann fordert noch schärfere Sanktionen gegen Russland. „Und wir dürfen ganz sicher nicht still sein.“

Lyobov Längle, die in Dafins lebt, ist tief bewegt von der Solidarität im Dorf. „Wir haben zehn Flüchtlinge aus meiner ehemaligen Heimat bei uns aufgenommen. Die Menschen dort sind großartig. Sie unterstützen meine Landsleute mit allem was sie brauchen. Für den heutigen Tag haben sie 20 Paar Schuhe zur Verfügung gestellt“, erzählt die Frau. Immer wieder wässern ihre Augen, so wie die Augen vieler anderer, die den ergreifenden Worten ihres charismatischen Pfarrers Vasyl Demchuk lauschen. Im Kapuzinerkloster feiert er mit der Vorarlberger orthodox-katholischen Gemeinde regelmäßig die heilige Messe. Auch Diözesanbischof Benno Elbs war schon da.

„Sie sind im Himmel“

In lebendigen Worten schilderte der Geistliche die dramatische Lage in der Ukraine. „Dort warten Kinder in Kellern, dass sie von ukrainischen Soldaten befreit werden. Diese Kinder sind dort geblieben mit ihren Großeltern. Diese Kinder sind nun Engel geworden, die uns vor dem Bösen schützen. Sie sind im Himmel.“

Seiner Gemeinde erzählt er auch von der Wahrheit, die zum Teil auf der Strecke geblieben sei. Viele der Kundgebungsteilnehmer brachten ihren Dank der Vorarlberger Bevölkerung für die Unterstützung zum Ausdruck. VN-HK

Es flossen Tränen am Feldkircher Montfortplatz bei den Kundgebungsteilnehmern. VN/Paulitsch
Es flossen Tränen am Feldkircher Montfortplatz bei den Kundgebungsteilnehmern. VN/Paulitsch

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