Grüner Pass mit Ablaufdatum

Vorarlberg / 04.04.2022 • 19:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Tausenden droht Verlust des Impfzertifikats. Auch dreifach Geimpfte betroffen.

Schwarzach Tausende Vorarlbergerinnen und Vorarlberger drohen in den kommenden Wochen ihr Impfzertifikat zu verlieren. Entweder es fehlt ihnen die notwendige Auffrischung – also je nach Genesungsstatus die zweite oder dritte Coronaimpfung. Oder es läuft ihnen die Zeit davon. Denn die Zahl jener Personen im Land, deren Drittimpfung zu lange zurückliegt, nimmt zu. Nach neun Monaten leuchtet ihr Grüner Pass wieder rot. Aktuell sind fünf Personen im Land davon betroffen. Ende Mai werden es 114 sein. Im Juni folgt ein sprunghafter Anstieg.

Nur neun Monate gültig

Das Problem: Das Impfzertifikat, das neun Monate nach der Dritt­impfung ausläuft, kann kaum erneuert werden. So gibt es aktuell weder eine allgemeine Empfehlung für den vierten Stich noch eine rechtliche Lösung des Gesundheitsministeriums. Man werde diese aber zeitnah präsentieren, sodass dreifach Geimpfte ihren Nachweis behalten.

Aktuell gelten in Vorarlberg knapp 241.000 Personen als geimpft. Das sind 12.500 mehr als zu Jahresbeginn. Gleichzeitig verloren seit dem 1. Jänner fast 4300 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ihren Grünen Pass, weil sie auf einen Zweit- bzw. Drittstich verzichteten. Das gleiche Schicksal ereilte knapp 1900 Personen im Land, die genesen sind, sich aber nicht impfen ließen.

Viele Genesene

Insgesamt stieg die Zahl der gültigen Genesungszertifikate im ersten Quartal sprunghaft an. Waren es am 1. Jänner 13.700, zählte das Gesundheitsressort bis 1. April knapp 43.300 Personen, deren Infektion maximal sechs Monate zurückliegt. Die Zahl der Geimpften mit gültigem Zertifikat könnte hingegen deutlich sinken. In diesem Monat verlieren über 5200 ihren Grünen Pass, wenn sie sich den zweiten oder dritten Stich nicht abholen. Fast 13.000 weitere folgen im Mai. Sie sind nicht die ersten, die ihren „Status“ verlieren. Seit Beginn der Impfungen wechselte der Grüne Pass bei fast 21.700 Personen in Vorarlberg von grün auf rot. Hinzu werden auch bald jene 114 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger kommen, deren Drittimpfung Ende Mai länger als neun Monate zurückliegen wird. Bislang haben fünf Personen trotz Vollimmunisierung ihren Grünen Pass verloren. Eine allgemeine Empfehlung für den vierten Stich der Coronaimpfung gibt es nicht. „Es liegen wenig Daten dazu vor“, erläutert das Nationale Impfgremium. Hochrisikopatienten und Personen ab 65 Jahren könne nach individueller Abwägungen durch den Arzt aber eine weitere Impfung angeboten werden, sofern dies auf eigenen Wunsch passiere. VN-EBI

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