Neues Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in Hohenems

Vorarlberg / 05.04.2022 • 22:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Menschen aus der Ukraine sehen sich zur Flucht vor den Kämpfen in ihrer Heimat gezwungen. AFP
Zahlreiche Menschen aus der Ukraine sehen sich zur Flucht vor den Kämpfen in ihrer Heimat gezwungen. AFP

Im ehemaligen SPZ entstehen Wohnquartiere für Schutzsuchende.

hohenems, bregenz Nach Nenzing gibt es nun auch in Hohenems ein Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge aus der Ukraine. Dafür hat die Stadt das ehemalige Sonderpädagogische Zentrum zur Verfügung gestellt. Darin sollen Wohnungen für Schutzsuchende entstehen. Zwischen 30 und 40 Personen könnten über einen längeren Zeitraum gut untergebracht werden, sagte Bürgermeister Dieter Egger (FPÖ). 

Wohnquartiere für Geflüchtete

In Nenzing ist bereits ein Erstaufnahmezentrum in Betrieb gegangen, das als zentrale Anlaufstelle dient. Die Räumlichkeiten des SPZ in Hohenems werden zu Wohnquartieren für geflüchtete Familien umgebaut, wie die Stadt informierte. Die ehemaligen Klassenzimmer sind rund 60 Quadratmeter groß. Dazu sind große Allgemeinflächen wie ein Bewegungsraum, eine Großküche, ein Kinderspielplatz sowie ein begrünter Außenbereich vorgesehen. In direkter Nachbarschaft befinden sich Volksschule, Mittelschule und Kindergarten sowie Lebensmittelnahversorgung. Öffentliche Verkehrsmittel sind gut erreichbar. Bürgermeister Egger bedankte sich bei allen Beteiligten, dem Roten Kreuz, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, der Feuerwehr, ehrenamtlichen Dolmetschern und allen, die gespendet und geholfen haben.

Betreuungsstützpunkt entsteht

Hohenems will hier auch einen Betreuungsstützpunkt für alle ukrainischen Flüchtlinge einrichten. Das betrifft auch jene Menschen, die in Privatunterkünften untergebracht sind. Neben einem Büro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebe es Räume für Sprachkurse, Kennenlerntreffen oder Sprechstunden, hieß es. Bei Bedarf könne eine Kinderbetreuung angeboten werden. „Die Umbauarbeiten werden rund 14 Tage dauern, so dass die Unterkünfte im Lauf des Aprils zur Verfügung stehen werden.“

In Vorarlberg sind nach aktuellem Stand 1247 ukrainische Schutzsuchende registriert und untergebracht, teilte Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) am Dienstag mit. Die Unterkünfte verteilen sich auf 63 Gemeinden. Die Situation der ukrainischen Flüchtlinge wird heute auch Thema im Landtag. Die ÖVP hat das Thema für die Aktuelle Stunde turnusmäßig vorgegeben. Es lautet „Vorarlberg ist ein sicherer Ort für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge“.

Caritas: Raiba Feldkirch, IBAN AT323742200000040006, Ukraine-Nothilfe; Rotes Kreuz: Raiba Feldkirch, IBAN AT84374220000014 3248 „Vorarlberg hilft“

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