Nenzinger Dorfgeschichte auf Film gebannt

Vorarlberg / 06.04.2022 • 17:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit seiner Filmkamera bepackt hält er die Dorfgeschichte fest.
Mit seiner Filmkamera bepackt hält er die Dorfgeschichte fest.

Primus Huber filmt seit mehr als sechs Jahrzehnten.

Nenzing Der Nenzinger Gärtner Primus Huber ist auch mit seinen 80 Jahren ein sehr interessierter Mensch: An den Menschen im Ort, an der Natur, an klassischer Musik, dem Ski- und dem Bergsport. „Mir ist wichtig, dass wir eine schöne Dorfgemeinschaft leben und dass es den Menschen gut geht im Ort, da sind wir in Nenzing sicherlich gut unterwegs.“ Seit vielen Jahren hält er Teile des Dorflebens und der -geschichte auch auf Film fest. „Schon mein Vater hat gefilmt und auch meine Gota Anna Huber hat vieles auf Fotos dokumentarisch festgehalten“, erzählt der Chef der gleichnamigen Gärtnerei Huber, dass er Filme als Erinnerung an seine eigene Kindheit habe. Einer der ältesten Filme im Hause Huber dokumentiert beispielsweise ein Skirennen im Nenzinger Himmel. „Das war in den 50er-Jahren.“

Von „Normal-8“ zu „Super-8“

„Ein Auge für den Film muss man schon haben, das technische Wissen erhielt ich als Mitglied des Filmclubs Feldkirch“, erzählt Primus Huber. „Mein Vater hat mit ‚Normal-8‘ und ich später mit ‚Super-8‘ gefilmt. Einige dieser Filme wurden noch nicht digitalisiert, deshalb habe ich auch die alten Projektoren aufbewahrt.“ Gefilmt habe er ausschließlich aus privatem Interesse: „Ob alte Häuser, die später abgebrochen wurden oder Menschen aus dem Ort, die längst verstorben sind, dazwischen auch einige Aufnahmen von Tieren, wie Birkhähne oder Rehe“, beschreibt der Hobby-Filmer.

Mit Ehefrau Gerda betreibt Primus Huber die gleichnamige Gärtnerei.<span class="copyright">EM</span>
Mit Ehefrau Gerda betreibt Primus Huber die gleichnamige Gärtnerei.EM

Obwohl Primus Huber und seine Frau Gerda das Pensionsalter zwischenzeitlich längst erreicht haben, stehen sie noch jeden Tag im Geschäft. Und obwohl der begeisterte Autofahrer sich vorgenommen hat, dabei einen sprichwörtlichen „Gang“ runterzuschalten, so sind doch die Gewächshäuser der Gärtnerei zum Frühlingsbeginn voll. „Was s’wiegt, das hat’s“ kommentiert Primus Huber mit seinem Leitspruch und wo Arbeit ansteht, da ist er zur Stelle – nach wie vor. EM

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