Rücktritt vom Rücktritt: Langens Kirchmann bleibt

Vorarlberg / 06.04.2022 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Josef Kirchmann bleibt Bürgermeister von Langen. STP
Josef Kirchmann bleibt Bürgermeister von Langen. STP

Nach intensiven Gesprächen und erfolgloser Nachfolgersuche macht Bürgermeister nun weiter.

Langen „Langen ist mir einfach zu wichtig, als dass ich der Gemeinde jetzt den Rücken kehren würde“, begründete Bürgermeister Josef Kirchmann im Gespräch mit der VN-Heimat seinen Rücktritt vom Rücktritt als Gemeindechef. Es sei nicht gelungen, so Kirchmann, einen Nachfolger als Bürgermeister zu finden und deshalb wäre eine monatelange Ungewissheit und ein Stillstand in der gedeihlichen Entwicklung von Langen entstanden. „Das wollte ich vermeiden und habe mich deshalb entschlossen, bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 weiterzumachen.“

Es war eine Achterbahnfahrt

Nach heftigen Turbulenzen, die Kirchmann als „eine enorme Achterbahnfahrt in meinem Leben“ beschreibt, habe er einige Wochen Urlaub benötigt, um Abstand zu gewinnen und die richtigen Schritte für die Zukunft einzuleiten.

Inzwischen hat der Gemeindechef die Langenerinnen und Langener in einem Bürgermeisterbrief über den Auslöser der Krise und die aktuelle Entwicklung informiert.

Erklärung für Vorgehensweise

Wie berichtet, hatte es heftige Kritik an der Vergabe von Jahresleistungen „Transporte und Erdbau“ gegeben. Bei dieser Ausschreibung war Bürgermeister Kirchmann mit seinem Unternehmen Bestbieter. Das führte dazu, dass ihm unsaubere Vorgangsweise unterstellt wurde, auch der Vorwurf Vorteilnahme stand im Raum. „Aus diesem Grund habe ich das Amt des Bürgermeisters zu Verfügung gestellt“, so Kirchmann, der ergänzte, „dass dies nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolgt ist“.

Vergebliche Nachfolgersuche

Während seiner Auszeit sei es nicht gelungen, einen Nachfolger für das Bürgermeisteramt zu finden. „Das hätte zur Folge gehabt, dass binnen sechs Wochen Neuwahlen ausgeschrieben werden müssten. Im schlimmsten Fall wäre Langen von der BH unter kommissarische Verwaltung gestellt worden. Die Folge wäre ein monatelanger Stillstand gewesen und wichtige Entscheidungen für die Gemeindeentwicklung wären hinausgeschoben worden.“

Dank an das Gemeindeteam

In intensiven Gesprächen – vor allem mit Vizebürgermeister Peter Steurer – sei er zu der Überzeugung gekommen, dass es „mein Verantwortungsbewusstsein, mein Gewissen, aber auch mein Stolz einfach nicht zulassen, dass ich ,mein Langen‘ unter diesen Voraussetzungen verlasse“.

In seinem Bürgermeisterbrief dankt er allen, die ihn in der schwierigen Zeit unterstützten. Besonderer Dank gehöre Vizebürgermeister Steurer und dem gesamten Gemeindeteam, die in den vergangenen Wochen für einen reibungslosen Ablauf im Gemeindeamt gesorgt haben. STP

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