Rascher Zugang zum Arbeitsmarkt

Vorarlberg / 07.04.2022 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Magda Seewald sprach über den Schutz von Flüchtlingen.novotny
Magda Seewald sprach über den Schutz von Flüchtlingen.novotny

Schutz- und Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge aus der Ukraine.

sChwarzach Ein Viertel aller Ukrainerinnen und Ukrainer befinden sich auf der Flucht. Magda Seewald vom Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) sprach in “Vorarlberg LIVE” darüber, wie Frauen und Kinder geschützt werden können und wie dann die Hilfe aussehen kann.

Die Alarmglocken stehen bei den Themen Frauenhandel, sexuelle Übergriffe und Gewalt auf Rot. „Frauen und Kinder müssen EU-organisiert aus der Ukraine oder von der Grenze geholt und dann auf die Länder verteilt werden“, ist für Seewald einer der Punkte zum Schutz der Flüchtenden. Wie die Politikwissenschaftlerin erklärte, gebe es schon erste Berichte, dass Kinder verschwunden seien. Aus Deutschland gebe es schon erste Beobachtungen, dass ukrainische Frauen sexuell ausgebeutet werden – das gelte es auch in Österreich im Auge zu behalten. Ein weiterer Punkt, um die flüchtenden Frauen zu schützen, liegt in der Vergabe von organisierten Wohnquartieren. „Es kann ein Risiko bedeuten, wenn sie von irgendjemandem aufgenommen werden“, gab Seewald zu bedenken.

Therapieplätze für Flüchtlinge

Geholfen werden kann den Flüchtlingen auch durch einen raschen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und mit einem Kinderbetreuungs- und Schulplatzangebot. Ukrainische Lehrerinnen sollten auch schnell in Österreich arbeiten dürfen und Therapieplätze sollten ausgebaut werden. „Die Traumatisierung auf die überraschende und schockierende Flucht ist immens“, führte Magda Seewald aus.

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