Röthis zieht erfreulichen Energieschlussstrich

Vorarlberg / 07.04.2022 • 16:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der alljährlich erstellte Energiebericht stellt ein Kontrollinstrument für die Erreichung der Ziele im Energiekonzept dar.Mäser
Der alljährlich erstellte Energiebericht stellt ein Kontrollinstrument für die Erreichung der Ziele im Energiekonzept dar.Mäser

Gemeinde legt Energiebericht 2021 vor.

Röthis In der Gemeinde Röthis ist der effiziente und effektive Ressourceneinsatz nicht erst seit der „Fridays for Future“-Bewegung ein wichtiges Thema. Seit vielen Jahren werden in der Gemeinde die monatlichen Wärme-, Strom- und Wasserverbräuche aller kommunalen Gebäude und Anlagen teils elektronisch, teils manuell erfasst und in das Energiemanagementtool eingepflegt. Mit den gesammelten Werten konnte die Kommune kürzlich den Energiebericht für das Jahr 2021 präsentieren, welcher gleichzeitig eine wichtige Entscheidungsgrundlage darstellt, um weitere Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs zu planen und umzusetzen.

Weniger Wärme

Für Bürgermeister Roman Kopf liefert der Energiebericht jährlich wichtige Informationen über den Erfolg der getätigten Maßnahmen zur Energiereduktion. So zeigt der vorliegende Bericht für das Jahr 2021, dass der gesamte Wärmeverbrauch verglichen mit dem Jahr zuvor um drei Prozent, unter Berücksichtigung der Klimadaten (Heizgradtage) sogar effektiv um 18 Prozent gesunken ist. Als Grund dafür wird in der Gemeinde der starke Rückgang in den Gebäuden mit dem verhältnismäßig größten Verbrauch gesehen. So konnten sowohl im Vereinshaus (-15 Prozent), bei der Feuerwehr (-12 Prozent), im Musikhaus (-16 Prozent) als auch im Gemeindeamt (-2 Prozent) teils deutliche Einsparungen erreicht werden.

Stromverbrauch weiter gesunken

Einsparungen konnten im vergangenen Jahr auch im Bereich Strom erreicht werden. Nachdem der Stromverbrauch 2018 um drei Prozent gesunken ist, ist er im Folgejahr um rund fünf Prozent angestiegen. 2020 und 2021 nahm der Stromverbrauch aber wieder deutlich ab, und zwar um zunächst zwölf Prozent und im vergangenen Jahr um noch einmal ein Prozent.

Weniger erfreulich ist das Ergebnis beim Wasserverbrauch. Seit 2018 konnte dieser um 40 Prozent reduziert werden. Im vergangenen Jahr stieg der Verbrauch allerdings wieder auf einen Wert knapp unter jenen von 2018 an. Der Anstieg sei allerdings unter anderem auf Bautätigkeiten beim Schlössle und diversen Straßenbauprojekten, eine defekte WC-Spülung bei der Totenkapelle und generell einen trockenen Sommer zurückzuführen.

Gleichzeitig konnte die Gemeinde mit der Beheizung des Musikhauses, des Kindergartens und der Volksschule mit Holz einen erheblichen Beitrag zur Realisierung der Energieautonomie leisten, und so betrug im Jahr 2021 der Anteil an erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch (Wärme und Strom) rund 49 Prozent.

Einfluss von Corona

„Nach wie vor hat uns die Situation um Corona allerdings fest im Griff, was sich auch auf das Verhalten der Nutzer der kommunalen Gebäude und deren Energieverbrauch auswirkt“, erklärt Gemeindechef Kopf zum aktuellen Energiebericht. Der gesamte Bericht für das vergangene Jahr mit einer detaillierten Aufstellung der Verbrauchsdaten der einzelnen Gebäude sowie einer genaueren Analyse der Ursachen der Verbrauchsentwicklungen ist auf der Gemeindehomepage unter www.roethis.at abrufbar. MIMA

„Die Coronasituation hat weiterhin Auswirkungen auf den Energieverbrauch.“

Noch wird fleißig gewerkelt. Bis nach Ostern soll der neue Beachvolleyballplatz in Mäder fertiggestellt sein. Gemeinde
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