In Hohenems soll bald eine Jugendstadtvertretung tagen

Vorarlberg / 10.04.2022 • 17:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Stadtparlament stimmt für Interessenvertretung der Jugend.

Hohenems Es sei eine Sternstunde für die Hohenemser SPÖ, scherzte Bürgermeister Dieter Egger in der jüngsten Stadtvertretungssitzung, nämlich ein Antrag, der eine Mehrheit findet. In der Tat geht der einzelne SPÖ-Stadtvertreter Günther Zechner häufig in Opposition zur Mehrheit des Gremiums, sein Antrag auf eine Jugendstadtvertretung für Hohenems aber wurde einstimmig angenommen.

Eine Stadtvertretung für Jugendliche und Schüler soll, so Zechner, parteipolitisch neutral, konfessionell ungebunden und unabhängig sein und als Interessenvertretung der Hohenemser Jugend fungieren. Sie soll Anträge an die Stadtvertretung stellen können, die das große Gremium oder seine Ausschüsse dann auch binnen kurzer Frist zu bearbeiten haben. Ein Konzept dafür soll der Bildungsausschuss binnen eines Jahres bearbeiten.

Dessen Vorsitzende, Vizebürgermeisterin Patricia Tschallener (Grüne), berichtete sogleich von einer Gemeinde in Italien, bei der etwa bei öffentlichen Anlässen neben den politischen Vertretern wie selbstverständlich auch ein Jugendbürgermeister spricht und ein Jugendparlament bereits existiert, dessen Konzept als Vorlage dienen könne. Stadtrat Bernhard Amann (Ems isch Üsr) warnte hingegen davor, dem Jugendgremium ein zu enges bürokratisches Korsett zu schnüren. „Diese hierarchischen Strukturen wirken abschreckend auf die Jugendlichen. Nicht der Bildungsausschuss sollte ein Konzept entwerfen, sondern die Jugendlichen selber“, erklärte er.

Ideen sollen nicht liegenbleiben

Dem setzte Tschallener, im Brotberuf Lehrerin, entgegen, dass gerade jüngere Schüler auch einer Struktur bedürfen. Auch den Einwand, die Ideen der Jugendlichen könnten unbearbeitet liegenbleiben, wie es mit vielen Ideen aus den Klassensprechertreffen passiert, ließ sie nicht gelten. Denn im Gegensatz zur Klassensprecherkonferenz würde eine Jugendstadtvertretung regelmäßig und nicht nur einmal jährlich tagen.

Unterschiedliche Ideen für die Ausgestaltung hin oder her: Die Stadtvertretung gab dem SPÖ-Antrag einstimmig statt, nun wird sich heuer der Bildungsausschuss damit befassen, wie die zukünftige Hohenemser Jugendstadtvertretung aussehen soll. VN-pes

„Das neue Gremium soll die Interessen der Jugend in der Stadt vertreten.“

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