Künstlerinnen-Kollektiv zeigt Werke im Bildraum

Vorarlberg / 11.04.2022 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Martina Stapf, Eva-Maria Raab, Regina Anzenberger, Barbara Filips, Astrid Bechtold-Fox und Rednerin Margot Prax.<span class="copyright">yas/4</span>
Martina Stapf, Eva-Maria Raab, Regina Anzenberger, Barbara Filips, Astrid Bechtold-Fox und Rednerin Margot Prax.yas/4

Bemerkenswerte Kunst in aktueller Ausstellung in Bregenz.

Bregenz Im Bildraum Bodensee wurde die aktuelle Ausstellung eröffnet. Das Künstlerinnen-Kollektiv fiVe vereint die vier permanenten Mitglieder Regina Anzenberger, Barbara Filips, Eva-Maria Raab und Martina Stapf sowie die Vorarlberger Gastkünstlerin Astrid Bechtold-Fox. An ihren künstlerischen Schnittpunkten erkunden sie im Bildraum Bodensee relevante und drängende Themen wie Urbanisierung, Klimawandel und die Rolle der Frau. Die Ausstellung verhandelt das Sichtbare und das Unsichtbare, Fiktion und Realität, das Zeigen und Nicht-Zeigen, Natur und Abstraktion.

Barbara Filips kreiert in ihrer Serie „concrete paradise“ schaurig-schöne Stadtlandschaften, die den Ausweg aus der selbstzerstörerischen Hölle einerseits und das scheinbar idyllische Paradies andererseits thematisieren.

Realität und Fiktion verschmelzen

Bei Regina Anzenberger verschmelzen Realität und Fiktion in Form von Übermalungen und Überlagerungen. Sie fusioniert ihre Schwarz-Weiß-Fotografien mit verschiedenen Naturmaterialien und lässt durch Malerei und Schrift neue Erzählstränge entstehen.

Durch Zeigen und Nicht-Zeigen zieht Martina Stapf ganz bewusste Grenzen zwischen Sehen und Nicht-Sehen, der weibliche Körper verschwindet hinter, unter oder in verschiedenen Objekten: Die Aufmerksamkeit des Betrachters richtet sich fast automatisch auf nicht sichtbare begehrenswerte weibliche Körperregionen.

Gänzlich neue Räume schafft Eva-Maria Raab in ihren „lake prints“. In der Nacht benetzt sie lichtempfindliches Papier mit Wasser vom Bodensee und lässt die Spuren der Wellen mit fotografischen Aufnahmen des Sees förmlich verschwimmen. Einen Schritt weiter in die Abstraktion geht Astrid Bechtold-Fox mit ihren Arbeiten. Ihre Naturaufnahmen von Blüten (Tulpen, Rosen und Orchideen) lassen sich nur mehr erahnen. Vielmehr lässt sie durch den introspektiven Blick der Kamera eine unscharfe und weite Landschaftskonzeption entstehen. Die Eröffnungsrede zur aktuellen Ausstellung hielt Margot Prax. Großes Interesse zeigten Filmemacher Andreas Kispert, Andrea Fink, Monika Bauer, Grünenpolitikerin Rowitha Steger und Ursula Hillbrand (Petrus).

Die Ausstellung kann noch bis zum 5. Mai besucht werden. yas

Ursula Hillbrand (Petrus) und Roswita Steeger (Grüne) gefiel die Ausstellung.
Ursula Hillbrand (Petrus) und Roswita Steeger (Grüne) gefiel die Ausstellung.
Norbert Hager und Gastgeberin Carmen Zanetti vom der Galerie Bildraum Bodensee.
Norbert Hager und Gastgeberin Carmen Zanetti vom der Galerie Bildraum Bodensee.
Georg und Ulrich Traxlmayr (Kult-Cafe Traxlmayr in Linz).
Georg und Ulrich Traxlmayr (Kult-Cafe Traxlmayr in Linz).

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