Nachholbedarf an allen Fronten

Vorarlberg / 12.04.2022 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Es fehlt an Fahrzeugen, vom gepanzerten Geländewagen bis zum Lkw. APA
Es fehlt an Fahrzeugen, vom gepanzerten Geländewagen bis zum Lkw. APA

Während die Ukraine schweren Kämpfen entgegensieht, fehlt es dem Bundesheer selbst an Lkw.

Schwarzach Am 9. Mai feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über das Dritte Reich. Entsprechend glauben viele, dass der Krieg in der Ukraine an diesem Tag als siegreich beendet erklärt werden soll. Schließlich verkauft Russland die Invasion als den Kampf gegen eine Nation, die auf Nationalsozialismus aufbaue. Als Beleg gilt dafür das Mariupol verteidigende Asow-Regiment, trotz deren schlechter Ergebnisse von 2,4 Prozent bei Wahlen. Der gesamte Osten der Ukraine wird schwere Kämpfe erwarten müssen, blickt Bundesheer-
Oberst d. G Berthold Sandtner in die Zukunft.

Während Finnland und Schweden aufgrund der russischen Unberechenbarkeit sehr laut über einen NATO-Beitritt nachdenken, stellen sich für Österreich andere Fragen. So ist der Westbalkan auch für Österreich ein „sicherheitspolitisch wesentlicher Raum“, räumt Sandtner ein. Wenn nun die NATO Friedenstruppen aus dem Kosovo und Bosnien abzieht, um die Ostflanke zu stärken, will der Oberst nicht ausschließen, dass Österreich die eigenen Kontingente dort im Ausgleich stärkt. Den „Dornröschenschlaf“ der konventionellen Landesverteidigung in Österreich sieht er jedoch beendet, da Österreich Teil einer Solidaritäts- und Wertegemeinschaft ist. Was dies für das Heer bedeutet, erklärt er in Vorarlberg LIVE. Der Krieg in Europa zeige vor allem die Bedeutung einer starken Miliz.

Wir müssen damit rechnen, dass uns im Osten der Ukraine die nächsten Wochen eine sehr rücksichtslose Kriegsführung begleiten wird.

Österreich ist am Westbalkan bereits mit Soldaten präsent. VN
Österreich ist am Westbalkan bereits mit Soldaten präsent. VN
Die Wehrpolitik Österreichs war über Jahrzehnte vom Spardruck dominiert. Entsprechend hoch sei der Nachholbedarf in allen Bereichen.
Die Wehrpolitik Österreichs war über Jahrzehnte vom Spardruck dominiert. Entsprechend hoch sei der Nachholbedarf in allen Bereichen.

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