Raketenkreuzer “Moskwa” gesunken

Vorarlberg / 14.04.2022 • 22:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die „Moskwa“, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, war nach der Explosion offenbar nicht mehr zu retten.  Archivbild/Reuters
Die „Moskwa“, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, war nach der Explosion offenbar nicht mehr zu retten.  Archivbild/Reuters

Zuvor soll das russische Kriegsschiff schwer beschädigt worden sein.

Kiew Die russische Armee hat im Kampf um die Ukraine einen herben Verlust erlitten. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstagabend mitteilte, ist das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte gesunken. Die Ukraine hatte bereits am Vortag behauptet, die „Moskwa“ mit zwei Raketen getroffen und sogar versenkt zu haben. Das Schiff sei am Donnerstag während eines Sturms untergegangen, als es an sein Ziel geschleppt wurde, berichtete die Staatsagentur Tass in Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. „Bei stürmischer See sank das Schiff“, hieß es.

Die russische Armee hatte am Donnerstagvormittag betont, dass das Feuer eingedämmt werden konnte und das Kriegsschiff zum Hafen zurückgeschleppt werde. In jedem Fall wiegt der Verlust für die russischen Streitkräfte schwer: Die 1979 zu Wasser gelassene und 1983 in Dienst gestellte „Moskwa“ ist mehr als 180 Meter lang und hat eine Besatzung von mehr als 500 Mann. Zudem ist der Kreuzer erst vor wenigen Jahren runderneuert worden und verfügte über eine gewaltige Feuerkraft und eigentlich auch modernste Luft- und Raketenabwehrsysteme.

Immer mehr Militärkonvois

Die Kämpfe zwischen den am 24. Februar in die Ukraine einmarschierten russischen Truppen und der ukrainischen Armee konzentrieren sich unterdessen immer mehr auf den Osten des Landes. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass sich immer mehr russische Militärkonvois auf den Weg in den Südosten der Ukraine machten. Raketen-, Bomben- und Artillerieangriffe würden von den Angreifern weiter fortgesetzt, sagte Selenskyj.

Ukrainische Streitkräfte wehrten eigenen Angaben zufolge acht russische Angriffe in den östlichen Regionen Donezk und Luhansk ab. Nach Angaben der stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sollten neun Fluchtkorridore zur Evakuierung von Städten im Osten des Landes geöffnet werden. Eine der Routen soll demnach aus der belagerten Stadt Mariupol führen.

„Terrorstaat“

Das ukrainische Parlament hat Russland am Donnerstag als Terrorstaat eingestuft und die Symbolik des als „Spezialoperation“ bezeichneten russischen Angriffskrieges verboten. Für das Gesetz stimmten 354 Parlamentarier. Zuvor war eine Resolution angenommen worden, in der das Vorgehen der russischen Truppen als „Völkermord“ qualifiziert wurde.

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