Schnifnerbahn steht still

Vorarlberg / 15.04.2022 • 16:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Erneuerung des Tragseiles könnte bis zur kommenden Wintersaison dauern. Seilweggenossenschaft SChnifis
Die Erneuerung des Tragseiles könnte bis zur kommenden Wintersaison dauern. Seilweggenossenschaft SChnifis

Irreparable Schäden am Tragseil entdeckt.

Schnifis Am Tragseil der Seilbahn sind bei routinemäßigen Wartungsarbeiten im März irreparable Schäden entdeckt worden. Die Tragseile stammen noch aus dem Erbauungsjahr 1961 und haben seither stets ihren Dienst getan. Jetzt müssen diese jedoch ausgetauscht werden, damit das Schnüfner Bähnle wieder fahren kann. „Da uns die Sicherheit unserer Fahrgäste am Herzen liegt, haben wir den Seilbahnbetrieb umgehend eingestellt“, erklärt Betriebsleiter Marcus Naumann.

Die anstehenden finanziellen Aufwendungen, ein möglicher Neubau sowie der Austausch des Tragseils übersteigen jedoch die Möglichkeiten der Seilweggenossenschaft in hohem Maße. Aktuell werden gerade politische Gespräche mit den umliegenden Gemeinden und dem Land angeregt, damit rasch eine Entscheidung getroffen werden kann. Auch an Finanzierungsmodellen wird eifrig gearbeitet, denn das Ziel ist klar: „Unsere Seilbahn soll erhalten bleiben“, so der Kassier Daniel Wiesner.

Transportalternative sichergestellt

Auf einen Besuch im Henslerstüble mit schöner Aussicht und hervorragendem Service muss dennoch niemand verzichten. „Der Seilweggenossenschaft ist es wichtig, dass das Henslerstüble weiterhin Gäste bewirten kann, schließlich sind wir nicht nur den Besuchern, sondern auch den Mitarbeitern verpflichtet“, betont Naumann. So soll es noch bis Ende April einen „Taxidienst“ geben, den Maschinist Hubert Rauch übernimmt. Auch für die bevorstehende Sommersaison soll es ein Angebot geben.

„Die Seilbahn Schnifis–Schnifisberg hat für die Naherholung im Walgau und die Vermarktung regionaler Produkte in der Dreiklang Region Düns, Dünserberg und Schnifis einen sehr hohen Stellenwert“, spricht Obmann Gerd Moser. Während eine Transportalternative für die Gäste sichergestellt ist, werden von der Seilbahngenossenschaft Möglichkeiten einer Reparatur beziehungsweise eines Neubaus der Seilbahn geprüft.

„Die notwendige Tragseil-Erneuerung inklusive Wartungs- und Reparaturarbeiten würde mindestens 200.000 Euro kosten“, erklärt der Betriebsleiter. Angesichts aktueller Lieferzeiten könnte die Seilbahn mit der kommenden Wintersaison 2022/23 wieder in Betrieb genommen werden. Erst müssen aber noch diverse weitere technische Prüfungen durchgeführt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass der Betrieb der Seilbahn nach der Erneuerung des Tragseils noch über längeren Zeitraum möglich ist. Zeitgleich werden aber auch Überlegungen Richtung eines Neubaus angestellt.

Mit einem Neubau würden allerdings nicht nur eine wesentlich längere Unterbrechung des Betriebs, sondern auch ein höherer Kostenaufwand einhergehen.

„Da uns die Sicherheit unserer Fahrgäste am Herzen liegt, haben wir den Betrieb umgehend eingestellt.“

Schnifnerbahn steht still

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