Vier Verletzte bei Unfall auf S16

Vorarlberg / 15.04.2022 • 13:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vier Verletzte bei Unfall auf S16
Hofmeister

Vier Verletzte forderte ein schwerer Unfall auf der S16 bei Bings am Freitagvormittag.

Bings Ein schwerer Unfall zwischen zweier Pkw, bei dem auch ein Lkw involviert gewesen sein dürfte, forderte am Freitagvormittag vier Verletzte auf der S16 bei Bings.

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Nach dem aktuellen Wissenstand lenkte ein 21-jähriger Vorarlberger gegen 7.12 Uhr einen weißen Firmen-Pkw gen Bludenz. Auf dem Beifahrersitz beförderte er außerdem seinen 17-jährigen Bruder. Auf Höhe Bings fuhr er aus noch nicht näher bekannten Ursachen zunächst einem Lkw hinten auf. Anschließend geriet der Pkw über die Fahrbahnmitte und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Pkw. Dieser wurden von einem 71-jährigen Deutschen gesteuert, welcher mit seiner 65-jährigen Gattin als Beifahrerin in Richtung Tirol unterwegs war.

Nach dem Zusammenstoß kamen beide Fahrzeug im Bereich des Kettenanlegeplatzes zu stehen. Alle vier Insassen wurden verletzt, wobei die Beifahrerin des deutschen Lenkers mit den Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch transportiert werden musste. Der 17-Jährige musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Die anderen Beteiligten konnten mit dem Rettungswagen in die angrenzenden Spitäler Feldkirch und Bludenz gebracht werden.

Vier Verletzte bei Unfall auf S16

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch zog zur Aufklärung des Unfallherganges einen Sachverständigen hinzu. Beide Fahrzeuge wurden weiters sichergestellt. Im Einsatz waren insgesamt fast 50 Mitglieder der Feuerwehren Bludenz und Bings, 12 Einsatzkräfte der Rettung, der Rettungshubschrauber aus Liechtenstein, sowie sieben Beamte der Bundespolizei.

Die Arlbergschnellstraße war zwischen 07:15 und 08:50 Uhr Großteiles in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Auch drei Stunden nach dem Unfall staute sich der Verkehr noch.

Auf der S16 kommt es immer wieder zu besonders schweren Unfällen. Dies liegt einerseits an der hohen Verkehrsbelastung. Als Verbindungsstück zwischen dem Arlbergtunnel und der Walgauautobahn A14 ist sie Teil des höherrangigen Straßennetzes. Die Verkehrsbelastung erreichte mit Blick auf den Schwerverkehr bereits 2022 wieder das Vorkrisenniveau. Andererseits ist sie jedoch über weite Strecken als Schnellstraße nur einspurig. Aufgrund des hohen Unfallrisikos gilt überwiegend ein Überholverbot auf der S16.

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Im November 2019 kam ebenfalls zwischen Bings und Bludenz ein 19-Jähriger mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einer entgegenkommenden 38-jährigen Pkw-Lenkerin. Beide Unfallbeteiligten wurden schwer verletzt. Im März desselben Jahres kollidierte im Bereich des Flirscher Tunnels ein 57-Jähriger aus dem Bezirk Bludenz mit einem entgegenkommenden Schweizer, als er bei einem illegalen Überholmanöver zum Geisterfahrer wurde. Bei dem Unfall wurden sowohl der Vorarlberger als auch das Schweizer Ehepaar in ihren Autowracks eingeklemmt und mussten mit der Bergeschere befreit werden.

In direkter Nähe zur Unfallstelle investiert die Asfinag als Straßenbetreiber derzeit in eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Zwischen der Anschlussstelle Bludenz/Montafon und dem Kettenanlegeplatz laufen seit Herbst 2021 die Bauarbeiten am zweispurigen Ausbau der Schnellstraße. Auch der Lärmschutz wird verbessert, die Investitionen in den Bereich betragen insgesamt 30 Millionen Euro. Bis Ende 2023 sollen die Arbeiten am zweispurigen Ausbau abgeschlossen sein.