Dornbirner Gymnasiasten liefen für die Ukraine

Vorarlberg / 18.04.2022 • 17:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
400 Schüler und Lehrpersonen waren beim Spendenlauf zugunsten der Ukraine dabei.
400 Schüler und Lehrpersonen waren beim Spendenlauf zugunsten der Ukraine dabei.

Mit einem Benefiz-Stundenlauf sammelten Schüler und Lehrer des BGD Spenden.

Dornbirn Erschöpft und mit roten Köpfen, aber glücklich klatschten sich die Schüler nach einer Stunde im Schulhof des Bundesgymnasiums Dornbirn ab. „Die letzte Runde war die schwierigste. Aber ich habe nicht aufgegeben und insgesamt neun Runden geschafft“, freute sich Zweitklässlerin Carolina. Auch ihre Freundinnen Rubina und Natalie waren mit ihren acht erlaufenen Runden hochzufrieden. „Es war gleichzeitig ein sportliches und ein soziales Event. In unsere Klasse geht ein Kind aus der Ukraine, daher war für uns gleich klar, dass wir beim Spendenlauf dabei sein wollen“, betonte Natalie. Insgesamt haben die drei Klassenkameradinnen 230 Euro für die Ukraine erlaufen. „Es ist wichtig, dass man sieht, dass auch junge Menschen etwas tun können“, meinte Rubina.

Private Sponsoren

Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrpersonen wagten sich auf die 1,2 Kilometer lange Strecke zwischen BG Dornbirn und inatura und versuchten möglichst viele Runden in einer Stunde zu laufen. Die meisten der insgesamt 400 Teilnehmenden legten sieben bis acht Runden zurück – einige knackten aber auch die Zehn-Runden-Marke. Pro erlaufene Runde gab es Geld von privaten Sponsoren, die von den Schülern im Vorfeld des Laufes organisiert worden waren. Die genaue Summe konnte noch nicht beziffert werden, da die Spenden erst in den kommenden Tagen per Erlagschein eingezahlt werden. „Wir liegen aber ganz sicher im fünfstelligen Bereich“, meinte Markus Schelling, einer der mitorganisierenden Lehrer.

Welle der Solidarität

Den Anstoß zum Spendenlauf gab ein Elternteil. „Das Thema beschäftigt die Kinder sehr – zum ersten Mal passiert etwas unfassbar Schreckliches, gar nicht so weit weg von uns. Ein Vater kam mit der Bitte auf mich zu, gemeinsam etwas gegen unsere Hilflosigkeit zu tun“, erzählt die Obfrau des Elternvereines, Sandra Breuer. Sie kontaktierte ein Gremium aus Schülern, Eltern und Lehrern mit der Idee eines Charity-Laufs. „Die Bereitschaft zur Mithilfe war von allen Seiten riesengroß. So konnten wir nicht nur den Lauf mit allen organisatorischen Finessen von Genehmigung über Namensgebung bis zu Flyergestaltung innerhalb von vier Wochen auf die Beine stellen, sondern haben auch mehr als 30 freiwillige Helfer als Streckenposten aus der Eltern- und Lehrerschaft gewinnen können“, freut sich Sandra Breuer über die Welle der Solidarität am BGD.

Auch Sponsoren waren mit der Dornbirner Sparkasse, Rauch Fruchtsäfte oder Fohrenburger schnell gefunden. „Die Resonanz war großartig – sowohl seitens der Organisatoren als auch der Läufer und Spender – um mich herum habe ich am Ende nur in stolze, teilweise hochrote Gesichter geschaut, die für jeden einzelnen Euro alles gegeben haben“, fasst die Elternvereins-Obfrau die Benefiz-Veranstaltung zusammen.

Die Erlöse des Spendenlaufs des Bundesgymnasiums Dornbirn gehen jeweils zur Hälfte an die Caritas und an die Aktion „Nachbar in Not“. lcf

Die Schüler waren einfallsreich.
Die Schüler waren einfallsreich.
Rubina, Natalie und Carolina liefen weit.
Rubina, Natalie und Carolina liefen weit.
Die Schülerinnen und Schüler legten sich für den wohltätigen Zweck ins Zeug.lcf (4)
Die Schülerinnen und Schüler legten sich für den wohltätigen Zweck ins Zeug.lcf (4)