Was sagen die Vorarlberger zu den Teuerungen im Alltag?

Vorarlberg / 19.04.2022 • 04:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Was sagen die Vorarlberger zu den Teuerungen im Alltag?
VN/Hartmann

Die steigende Inflationsrate spüren die Vorarlberger auch im Alltag. Diesbezüglich sind sich alle einig.

Da ich selbst Raucher bin, merke ich die Preissteigerung hier extrem. Anfang April hat meine Stange Zigaretten noch 55 Euro gekostet, jetzt kostet sie schon 57 Euro. Deshalb überlege ich mir nun auf selbstgedrehte Zigaretten umzusteigen. Auch beim Einkauf von Lebensmitteln ist der Anstieg spürbar – ich konsumiere Milchprodukte sowie Eistee viel und gerne. Darauf verzichten möchte ich aber wirklich nicht, ich bin ein Genussmensch – außerdem lebt man nur einmal.

Julian Omari (28) aus Altach, Behindertenbetreuer

Ich muss mit meiner Witwenpension wirklich haushalten. Lebensmittel kaufe ich nun mit noch mehr Bedacht, einen verschwenderischen Umgang hatte ich ja noch nie, aber mittlerweile achte ich hierbei sehr auf Aktionsartikel. Da der Strom ebenfalls immens in die Höhe steigt, stecke ich abends meine Elektrogeräte aus.

Herlinde Mayer (74) aus Götzis, alleinstehende Rentnerin

Im Oktober 2021 habe ich noch etwa 1.200 Euro für mein Heizöl bezahlt. Im März 2022 waren es schon 1.600 Euro. Aufgrund dessen werde ich jetzt wieder mehr in meinem Kachelofen mit Holz heizen. Holz haben wir immerhin genug zu Hause. Auch meine belegten Brote kaufe ich nun nicht mehr fertig im Supermarkt, sondern bereite mir diese selbst zu Hause zu.

Ronja Bitschnau (20) aus Bludenz, Bäckerin und Konditorin

Im Supermarkt habe ich heute für etwas Brot, Käse, Wurst, Limonade und noch ein paar Kleinigkeiten, alles in allem waren es elf Artikel, satte 25,72 Euro bezahlt. Die Benzinpreise explodieren ebenfalls. Ich hoffe sehr auf eine Preisdeckelung durch die Politik sowie eine Indexanpassung.

Benjamin Ledoldis (29) aus Bludenz, Kellner

Dass die Inflation etwa sieben Prozent beträgt, die Lohnerhöhungen aber nur drei Prozent, finde ich persönlich einen Wahnsinn. Ich erwarte mir eine erneute Anpassung der Gehälter. Mein Mann und ich sind beide voll berufstätig und essen meist vergünstigt bei der Arbeit. Zudem haben wir keinerlei Verpflichtungen mehr. So können wir zwar trotz der hohen Inflation unseren gewohnten Lebensstil halten, allerdings heizen wir nun überwiegend mit Holz statt mit Öl.

Sabine Dimovski (55) aus Nenzing, diplomierte Krankenschwester

Um der Inflation bestmöglich zu entgehen, lege ich mein Geld aktuell differenziert an. Glücklicherweise haben wir auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage, dadurch betrifft uns das Thema Stromkosten nur gering. Die Lebensmittelkosten betreffen uns am härtesten, jedoch soll es meiner Kleinen an nichts fehlen. Ich bin außerdem für Neuwahlen!

Rene Schmid (38) mit seiner Tochter (2) aus Langenegg, Monteur