Wieder mehr Todesfälle im Verkehr als vor Corona

Vorarlberg / 19.04.2022 • 21:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Am Dienstag veröffentlichte das Innenministerium gemeinsam mit der Osterbilanz die vorläufige Unfallstatistik für das erste Quartal 2022. Vom 1. Jänner bis 18. April 2022 gab es im österreichischen Straßennetz laut den vorläufigen Zahlen 99 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 62, im Jahr 2020 86 und 2019 90. Österreich droht sein Verkehrssicherheitsziel erneut massiv zu verfehlen, warnt der VCÖ. Verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen sind nötig.

„Sogar vor Corona im Jahr 2019 war die Anzahl der Verkehrstoten niedriger als heuer“, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf die traurige Unfallbilanz hin. Österreich hat bereits im Jahr 2020 sein Verkehrssicherheitsziel von weniger als 312 Todesopfer trotz pandemiebedingtem Verkehrsrückgangs mit 344 verfehlt. Das es anders geht, zeigt auch die Schweiz: Dort verstarben im Vorjahr bei Verkehrsunfällen vergangenes Jahr 200 Menschen, in Österreich waren es 359. Der VCÖ erklärt dies mit einem hohen Anteil verkehrsberuhigter Straßen wie auch einer strikteren Ahndung von Rasen im Verkehr. „Auch in Österreich ist das Bewusstsein zu schärfen, dass Tempolimits einzuhalten sind und keine Mindestgeschwindigkeit, sondern eine Höchstgrenze sind“, betont Gratzer. Darüber hinaus ist Österreichs Vormerksystem zu erweitern, insbesondere um Handy am Steuer.