Saisonfinale macht dem Wälder Tourismus Mut

Vorarlberg / 25.04.2022 • 17:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Bilderbuch-Finale der Wintersaison bescherte den hochalpinen Regionen noch einmal einen kräftigen Nächtigungsschub.
Ein Bilderbuch-Finale der Wintersaison bescherte den hochalpinen Regionen noch einmal einen kräftigen Nächtigungsschub.

März-Nächtigungen liegen gegenüber Vergleichsmonat 2019 „nur“ noch etwa 17 Prozent zurück.

Egg „Der März bescherte uns sonnige und wunderbare Winter- und Skitage. Das Ergebnis ist soweit zufriedenstellend. Ein Vergleich zum März 2020 ist nicht aussagekräftig, da ab 15. März 2020 die Betriebe erstmalig coronabedingt schließen mussten. Deshalb folgend ein Vergleich zum März 2019: Gegenüber diesem Vergleichsmonat liegen die Nächtigungen etwa 17 Prozent im Minus. Mit zu erwartenden annehmbaren April-Zahlen kann das Winter-Ergebnis durchaus nochmals verbessert werden“, kann Herlinde Moosbrugger, Geschäftsführerin Bregenzerwald Tourismus, der aktuellen Entwicklung im Saisonfinale Positives abgewinnen. Eine Entwicklung, die nach einem problematischen Start so nicht zu erwarten war. Der Aufwärtstrend macht dem Wälder Tourismus jedenfalls Mut und lässt auf weitere Normalisierung in der Sommersaison hoffen.

April wird leicht „verbessern“

Der späte Ostertermin, der die Saison deutlich verlängerte, und die ausgezeichneten Wetter- und Pistenverhältnisse haben vor allem in den hochalpinen Regionen zu einer überdurchschnittlich guten Buchungslage im Saisonfinale geführt, die erwarten lässt, dass das April-Ergebnis die Saisonbilanz (November 2021 bis April 2022) noch einmal verbessern wird.

Das könnte dazu führen, dass Warth das Winterergebnis 2018/19 heuer sogar toppen kann. Von November 2021 bis März 2022 fehlen lediglich 4000 Nächtigungen. Diese mit einem guten April-Ergebnis aufzuholen ist realistisch. Allerdings ist dieses Nächtigungsergebnis dem Bettenzuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018/19 geschuldet. Allein durch den neuen Biberkopf kamen mehr als 150 Betten hinzu.

Ähnlich das Bild in der nächtigungsstärksten Gemeinde Damüls – auch hier hat der Bettenzuwachs dazu geführt, dass sich die Nächtigungsbilanz im März 2022 wieder dem Ergebnis von 2019 annähert. Mit knapp 45.000 Übernachtungen wurde das Ergebnis von 2019 nur um knapp neun Prozent verfehlt.

Rund ein Fünftel fehlt

Mit einem zu erwartenden guten April-Ergebnis wird sich die Gesamtbilanz der Wintersaison auf etwa 800.000 Nächtigungen erhöhen, das sind rund ein Fünftel weniger als in den Rekordsaisonen 2017/18 bzw. 2018/19 mit jeweils knapp über einer Million Übernachtungen.

Gegenüber der Saison 2019/20, die wegen des ersten Lockdowns Mitte März 2020 beendet werden musste, beträgt das Minus knapp 15 Prozent oder rund 126.000 Nächtigungen. Das wird sich mit den April-Zahlen noch auf etwa fünf Prozent und rund 50.000 Übernachtungen reduzieren.

Interessantes Detail: Warth hat das Nächtigungsergebnis aus dem Winter 2019/20 sogar übertroffen – als einzige der 22 Bregenzerwälder Gemeinden. Auch diese Entwicklung ist vor allem auf die Eröffnung des Hotels Biberkopf zurückzuführen.

Stichwort Bettenzuwachs: Dieser hat sich in der zu Ende gehenden Wintersaison fortgesetzt, große Projekte wie das Berghaus Schröcken und andere Vorhaben führten dazu, dass die Gesamtbettenkapazität gegenüber dem Vorjahr um Hunderte Einheiten erweitert wurde und aktuell deutlich über 16.000 liegt. Eine Entwicklung, die sich auch heuer fortsetzen wird. So wird auf Neßlegg „The Heimat“ mit mehr als 40 Appartements und 135 Zimmern fertiggestellt, ebenso das Projekt Alpenstolz in Damüls mit knapp 40 Appartements. STP

Im Laufe des Jahres wird das größte Tourismusprojekt der Region, „The Heimat“ in Neßlegg fertiggestellt. <span class="copyright">STP/3</span>
Im Laufe des Jahres wird das größte Tourismusprojekt der Region, „The Heimat“ in Neßlegg fertiggestellt. STP/3
Das Fuchsloch in Schetteregg bereitet sich bereits auf den Sommer vor.
Das Fuchsloch in Schetteregg bereitet sich bereits auf den Sommer vor.