Kein Gratis-Kaffee mehr für die Landesräte

Vorarlberg / 26.04.2022 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

BRegenz Wer jemals in seinem Büro einen Kaffee getrunken oder Süßigkeiten gegessen habe, habe etwas zu sich genommen, das der ÖVP-Wirtschaftsbund bezahlt habe, sagte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler am Montag im Sonderlandtag und lieferte damit eine Erklärung, was mit den 1000 Euro passiert ist, die er als Landesrat einmalig vom Wirtschaftsbund erhalten hat. Das sei schon unter seinen Vorgängern Manfred Rein und Karlheinz Rüdisser so gewesen. Ebenso habe der Wirtschaftsbund ein Feierabendbier, die Weihnachtsjause für die fünf Straßenmeistereien und zwei Bauhöfe des Landes oder eine Runde Getränke bei der Generalversammlung des österreichischen Wirtschaftsbunds übernommen.

Schluss mit der Tradition

Landeshauptmann Markus Wallner will diese „Tradition“ nun abstellen, wie er am Dienstag nach dem Pressefoyer betonte. „Wir brauchen keine Kleinbeträge des Wirtschaftsbundes als Verfügungsmittel in einem Ressort“, meinte er. Jedes Regierungsmitglied verfüge über eine bestimmte Summe für eigene Ausgaben im Büro, wie für einen Kaffee oder eine Spende. Jede andere Form von Finanzierung habe grundsätzlich nichts verloren, zudem müsse es für jede Ausgabe einen Beleg geben, findet Wallner.