Mit Skateboard mutwillig Alarm ausgelöst

Vorarlberg / 27.04.2022 • 22:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte bei der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch. eckert
Der Angeklagte bei der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch. eckert

Manisch-depressiver Dornbirner sorgte für ziemliche Aufregung und wurde nun verurteilt.

Feldkirch Bislang hat der Mann nur eine Verurteilung wegen Beamtenbeleidigung und die ist über fünf Jahre her. Doch nun ist einiges zusammengekommen, weshalb er wegen einer ganzen Reihe von Delikten zu insgesamt 1200 Euro Geldstrafe verurteilt wurde. 400 Euro muss er bezahlen, 800 Euro gibt es auf Bewährung.

Der Mann leidet an einer bipolaren Störung. Diese psychische Erkrankung äußert sich in starken Stimmungsschwankungen.

Im Stiegenhaus geschnarcht

Einmal wurden  Polizeibeamte gerufen, weil der Mann in Dornbirn in einem Stiegenhaus am Boden lag und tief schlief. Er schnarchte vor sich hin, die Polizisten sahen nach dem Rechten. Da rastete er aus. Eine Reihe von Delikten kam zusammen. Der 39-Jährige drohte mit Umbringen, hielt Daumen und Zeigefinger wie eine Pistole in die Luft und feuerte mit Lautuntermalung fiktiv seine Fingerpistole ab.  Auch mit Schlägen drohte er den Beamten und formte seine Hand zu einer Faust.

Zudem kündigte er an, den ganzen Polizeiposten in die Luft zu sprengen. Die Beamten brachten den Mann ins Landeskrankenhaus Rankweil.

Skateboardalarm

Zu den Beamtenbeleidigungen und Drohungen kommt noch ein Vergehen nach dem Notzeichengesetz. Der psychisch Kranke schlug mit einem Skateboard gegen die Not­alarmeinrichtung bei einer Bank.  Die Bank macht 1250 Euro Schaden für die Verglasung und den Feuerwehreinsatz geltend. Zugesprochen werden 300 Euro.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Eine Frage hat der Verurteilte noch: „Bekomme ich mein Skateboard wieder?“ „Ja, ich kümmere mich darum, versprochen“, sichert ihm der Richter zu. EC