Wie die Geschwindigkeit des Photovoltaikausbaus verdreifacht werden soll

Vorarlberg / 28.04.2022 • 16:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie die Geschwindigkeit des Photovoltaikausbaus verdreifacht werden soll
Verena Engstler, Daniel Zadra und Harald Witwer auf dem PV-Dach der Mittelschule Thüringen. Frederick Sams

Das Land Vorarlberg will mit der Landeskampagne “Die Sonne & du” den Photovoltaikausbau weiter vorantreiben und vor allem Bürger und Bürgerinnen dazu bewegen, auf Photovoltaik umzusteigen.

Thüringen Vorarlberg bleibt auf dem Weg zur Energieautonomie weiter auf der Überholspur, denn gerade in Zeiten wie diesen sei die Unabhängigkeit von anderen Ländern wichtig.

Das Land will das Ausbautempo der Photovoltaikanlagen verdreifachen, um bis 2030 das Ziel der 100-prozentigen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen. In der Mittelschule Thüringen, die bereits über zwei PV-Anlagen verfügt und 2023 eine dritte bekommt, trafen sich Energie- und Klimaschutzlandesrat Daniel Zadra, Thüringens Bürgermeister Harald Witwer und die Energieberaterin beim Energieinstitut Vorarlberg, Verena Engstler, um die Landeskampagne „Die Sonne & du“ vorzustellen.

In diesem Jahr richtet sich der Fokus auf die Bürgerinnen und Bürger, die dazu animiert werden sollen, in eine PV-Anlage zu investieren. 240 Millionen Euro Fördermittel vom Bund stehen dafür bereit. Die Fördertöpfe sind also prall gefüllt. Am 21. April ist die neue Förderperiode gestartet. Bereits in den ersten fünf Minuten wurden 13.000 Förderanträge eingereicht. “Die Bereitschaft in der Bevölkerung ist da”, sagt Daniel Zadra. Förderanträge für Kleinanlagen bis 10 kWp können noch bis 19. Mai eingereicht werden. Infomaterial gibt es bei allen teilnehmenden e5-Gemeinden.

2021 war bereits ein Rekordjahr für den Photovoltaikausbau. Insgesamt wurden 30 Megawatt an PV-Leistung neu gebaut, dreimal mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, und 1383 Anlagen mit einer Gesamtfläche von 30 Fußballfeldern installiert. Dieses Tempo will das Land beibehalten, haben die Dächer von Wohngebäuden in Vorarlberg doch ein jährliches Potenzial von 900 Millionen Kilowattstunden. Aktuell werden “nur” 120 Millionen Kilowattstunden auf den Wohngebäuden Vorarlbergs erzeugt. Luft nach oben gibt es also auf jeden Fall.

Wer Interesse an einer PV-Anlage hat, kann sich auf der Webseite https://www.energieautonomie-vorarlberg.at/de/die-sonne-und-du/ informieren.