Coronafreie Intensivstationen

Vorarlberg / 29.04.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Spitäler verzeichnen eine umfassende Entspannung.KHBG
Die Spitäler verzeichnen eine umfassende Entspannung.KHBG

Erstmals seit Juli 2021 verzeichnen Spitäler keinen schweren Erkrankungsfall.

SCHWARZACH Die Omikronwelle sei nicht vergleichbar mit bisherigen Infektionswellen der Pandemie, betonte der Gesundheitsexperte Armin Fidler diese Woche gegenüber den VN: Bei anhaltend vielen Infektionen gebe es verhältnismäßig wenige schwere Erkrankungsverläufe. Gestern wurde das bestätigt: Erstmals seit 30. Juli des vergangenen Jahres verzeichneten die Spitäler des Landes keinen Intensivpatienten mit Corona. Und daran sollte sich auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern: Laut Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums wird es nur noch vereinzelt Fälle geben.

Die Gesamtzahl der Patienten ist mit 26 so niedrig wie schon lange nicht mehr. Man muss in der Statistik bis Ende Oktober zurückgehen, um auf ein solches Niveau zu stoßen. Auch diesbezüglich ist die Vergleichbarkeit jedoch begrenzt: Zuletzt waren rund 80 Prozent der Patienten nicht wegen Corona, sondern aufgrund einer anderen Erkrankung eingeliefert worden. Corona ist lediglich eine Nebendiagnose. „Diese Beobachtung gibt es in etwa seit dem Auftreten der Omikron-Variante, mit der bekanntermaßen eher mildere Verläufe einhergehen“, so Angelika Schwarz von der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.

Die Spitäler verzeichnen eine umfassende Entspannung: Von insgesamt rund 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land sind laut Schwarz aktuell 44 wegen Corona in Isolation oder in Quarantäne. Zu Spitzenzeiten im März seien deswegen fast 400 ausgefallen.

Die Belastung geht österreichweit zurück. Die Zahl der Intensivpatienten vom Boden- bis zum Neusiedlersee ist erstmals seit Herbst zweistellig (99). In der Umgebung Vorarlbergs handelt es sich in den deutschen Landkreisen Lindau und Bodenseekreis um jeweils einen, im Schweizer Kanton St. Gallen, der eine halbe Million Einwohner hat, gibt es zurzeit keinen. JOH