Firstfeier für spezielle Wohnphilosophie in Lochau

Vorarlberg / 29.04.2022 • 17:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Strahlten bei einer besonderen Firstfeier mit der Sonne um die Wette: Herbert Hager, Peter Nußbaumer, Gero Riedmann, Egon Hajek und Martin Walser (v. l.).
Strahlten bei einer besonderen Firstfeier mit der Sonne um die Wette: Herbert Hager, Peter Nußbaumer, Gero Riedmann, Egon Hajek und Martin Walser (v. l.).

20 Wohnungen entstehen in Lochau in vier vernetzten Objekten,es gibt aber nur einen Lift und ein Stiegenhaus.

Lochau „Wir wollen Visionen verwirklichen und etwas Außergewöhnliches schaffen“, umschreibt Architekt Peter Nußbaumer vom planenden Büro Dietrich/Untertrifaller ein Projekt, das in der Tat besonders ist, denn in der Lochauer Erlenstraße entsteht eine Wohnanlage, bei der eine ganz spezielle Wohnphilosophie umgesetzt wurde.

Ein Vorzeigeprojekt

Bei der Firstfeier, zu der Herbert Hager und Martin Walser seitens der Bauherrschaft sowie die Projektentwickler Egon Hajek und Gero Riedmann neben den Handwerkern auch künftige Mieter und Nachbarn geladen hatten, konnte ein Projekt vorgestellt werden, das außergewöhnliche Lösungen vorstellt. Für Martin Walser ist es ein Vorzeigeprojekt, das hier von einem kompetenten Team realisiert wird und ab spätestens drei Monaten – Ende Juli – den ersten Mietern übergeben wird.

Knapp die Hälfte der 20 Einheiten sind bereits fix vergeben, einige weitere sind reserviert und „in den Sommer- und Herbstmonaten werden auch die restlichen Wohnungen Mieter gefunden haben“, geben sich Hajek und die für die Vermietung zuständige Manuela Jenny optimistisch. Dank der umsichtigen Projektleitung von Sandro Barbisch konnten die durch Corona und Probleme bei der Materialbeschaffung verursachten Bauverzögerungen in Grenzen gehalten werden „und die Fertigstellung wird sich nur geringfügig verschieben“, dankte Hajek seinem Projektleiter.

Ideenwettbewerb

Den Entwicklungsprozess, so Hajek, habe man 2019 gestartet und zunächst das gute Einvernehmen mit den Nachbarn gesucht und das Projekt mit der Gemeinde und dem Gestaltungsbeirat abgestimmt. Zu einem Ideenwettbewerb habe man drei renommierte Planungsbüros eingeladen, wobei das Büro Dietrich/Untertrifaller Architekten ZT GmbH für seinen Entwurf den Zuschlag erhielt. Die Ideen hätten voll überzeugt – und die Handwerker haben diese ab Ende 2020 umgesetzt – von Hilti & Jehle (Tiefbau) angefangen über Oberhauser & Schedler (Baumeisterarbeiten) bis zum Zimmereibetrieb Huber, um nur die größten Auftragnehmer zu nennen.

Auf 2800 m²

Peter Nußbaumer entwickelte außergewöhnliche Ideen: Auf dem Areal von rund 2800 Quadratmetern wurden lediglich vier Objekte mit je fünf Wohnungen vorgesehen, obwohl mehr Wohnungen und Nutzfläche möglich gewesen wären. Die sieben Einheiten im Erdgeschoss sind als Gartenwohnungen konzipiert, acht Wohnungen im ersten Obergeschoss verfügen über Terrassen und im zweiten Obergeschoss gibt es sogar Penthousewohnungen – „als Mietwohnungen eine echte Ausnahme“, so Hajek.

Begegnungszone

Erschlossen werden die Wohnungen in den Obergeschossen durch ein ausgeklügeltes System: Es gibt aus der Tiefgarage mit 24 Stellplätzen bzw. aus dem Hof nur einen Lift und ein Stiegenhaus und der Zugang zu den anderen Häusern stellt eine Spange her, die noch einen weiteren willkommenen Nebeneffekt hat, denn es wird eine Begegnungszone geschaffen, ein kleines wettergeschütztes Zentrum zur Kommunikation und zum Austausch für die Bewohner. „Eine Einladung, nachbarschaftlich zusammenzuwachsen. So schafft man individuelle Einheiten, ohne dabei die Gemeinschaft aus den Augen zu verlieren“, so Peter Nußbaumer.

In die gleiche Kerbe schlug Renato Huber von der Mellauer Zimmerei, der den obligaten Richtspruch zur Chefsache machte und „allen Bewohnern Schutz, Zufriedenheit, Gesundheit und stets Geborgenheit im neuen Heim“ wünschte und mit dem Dank an die Bauherrschaft zum gemütlichen Teil der Feier überleitete. STP

Renato Huber erbat im Richtspruch auch Gottes Segen für das Projekt. <span class="copyright">STP/4</span>
Renato Huber erbat im Richtspruch auch Gottes Segen für das Projekt. STP/4
Egon Hajek: „Wir sind stolz auf dieses Bauvorhaben.“
Egon Hajek: „Wir sind stolz auf dieses Bauvorhaben.“
<p class="caption">Martin Walser: „Es ist ein echtes Vorzeigeprojekt.“</p><p class="caption"/>

Martin Walser: „Es ist ein echtes Vorzeigeprojekt.“