Toter Winkel auf dem Unterrichtsplan

Vorarlberg / 29.04.2022 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ulrike Ratz (Sicheres Vorarlberg) beim Workshop mit Kindern.WK/Mathis
Ulrike Ratz (Sicheres Vorarlberg) beim Workshop mit Kindern.WK/Mathis

Projekt soll Volksschulkinder mit einer speziellen Gefahr im Straßenverkehr vertraut machen.

dornbirn Insgesamt zum fünften Mal findet heuer die Initiative „Trixi – toter Winkel – (k)ein Leben ohne Lkw“ der Fachgruppe Güterbeförderung der Wirtschaftskammer Vorarlberg statt. Bereits zum zweiten Mal auch in Kooperation mit der Initiative Sicheres Vorarlberg.

Worum geht es? Schlicht und einfach um die Gefahr, die bei Lkw-Fahrern vom „Toten Winkel“ ausgeht. Das Projekt „Trixi“ soll Kinder im Volksschulalter dieses Risiko bewusst machen, im Rahmen von Workshops, die Anfang April starteten und bis Ende Juni an 49 Vorarlberger Volksschulen stattfinden.

Ohne Lkw geht es heute nicht. „Neun von zehn Lebensmitteln werden mit dem Lkw gebracht. Unser Alltag hängt wesentlich vom Güterverkehr ab. Wir verknüpfen diese Informationen mit unserem Anliegen, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen und Bewusstsein zu schaffen“, erklärte Michael Zimmermann, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung der Wirtschaftskammer Vorarlberg, bei der Präsentation der Initiative am Freitag in der Volksschule Schoren in Dornbirn. Landesstatthalterin und Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Diese Workshops als Teil des Unterrichts integrieren zu können, ist sehr wertvoll und ganz in unserem Sinne, Wissen und Inhalte an Schulen erleb- und begreifbar zu machen.“

Erleben und begreifen

Dies den Kindern zu vermitteln, ist Aufgabe von Ulrike Ratz (Sicheres Vorarlberg), die von Volksschule zu Volksschule reist und den Kindern die Problematik des „Toten Winkels“ veranschaulicht.

25 Transportunternehmen sind am Projekt beteiligt und stellen Lkw zu Verfügung. Ratz: „Ein Hauptelement besteht darin, dass die Schüler am stehenden Lkw vorbei in den toten Winkel laufen. Ein anderes Kind beobachtet aus der Position des Lkw-Fahrers, wie lange die vorbeilaufenden Schüler gesehen werden. Mit Hütchen werden die Stellen markiert, an denen sie aus dem Sichtbereich des Fahrers verschwunden sind, um so den toten Winkel sichtbar zu machen.“ VN-GS