Welle der Hilfsbereitschaft in der Regio Vorderland-Feldkirch

Vorarlberg / 29.04.2022 • 17:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Abordnung von Bürgermeistern der Regio Vorderland-Feldkirch mit den Organisatoren des Hilfstransports kurz vor der Abfahrt nach Moldau.Marktgemeinde
Eine Abordnung von Bürgermeistern der Regio Vorderland-Feldkirch mit den Organisatoren des Hilfstransports kurz vor der Abfahrt nach Moldau.Marktgemeinde

Hilfslieferungen im Wert von 23.500 Euro.

Rankweil „Den Helfern helfen“ – unter diesem Motto haben die 13 Gemeinden der Regio Vorderland-Feldkirch einen Gesamtbetrag von 23.500 Euro zur Verfügung gestellt, um das Leid von Flüchtenden in der Grenzregion zwischen Moldau und der Ukraine zu lindern. Insgesamt wurden dazu in den vergangenen Wochen von Rankweil aus rund fünfzehn Tonnen Güter zu Hilfsorganisationen in das moldauische Grenzgebiet sowie direkt in die Ukraine transportiert.

Die Fracht setzte sich hauptsächlich zusammen aus Matratzen, Bettdecken, Bettwäsche, Grundnahrungsmitteln, Babynahrung, Windeln, Zahnbürsten und Medikamenten sowie 30 gefüllten Rucksäcken mit Erste-Hilfe-Material, Sanitäter- und Notarztausrüstung inklusive Ersatzmaterial. Der Großteil der medizinischen Ausrüstung wurde von Rankweiler Unternehmen gespendet.

Hilfe auf direktem Weg­

Es war bereits die dritte Hilfslieferung innerhalb weniger Wochen, welche von Rankweil aus gestartet ist. Bereits im März verließ ein Hilfstransport mit drei Fahrzeugen Rankweil in Richtung der ukrainischen Grenze. Über Ungarn und Rumänien ging es für sieben ehrenamtlich Mitwirkende in die moldauische Hauptstadt Chinsinau, wo die Fracht direkt an lokale Hilfsorganisationen übergeben wurde. Eine weitere Lieferung brachte ein Versorgungsfahrzeug der Feuerwehr Rankweil sowie weitere Hilfsgüter und technische Ausstattung in die Ukraine.

Flüchtende in Moldau

Katharina Wöß-Krall, Bürgermeisterin von Rankweil und Obfrau der Region Vorderland-Feldkirch, erklärt, warum sich die Gemeinden gerade in Moldau engagieren: „Moldau ist das ärmste Land Europas und hat nun zusätzlich die herausfordernde Aufgabe, aktuell mehr als 100.000 ukrainische Flüchtende zu betreuen – die meisten davon kommen in privaten Haushalten unter, institutionelle Hilfe gibt es kaum. In Rankweil gibt es eine lange Tradition von Hilfstransporten nach Moldau und es bestehen enge, über die Jahre gewachsene Beziehungen. Wir können daher sicher sein, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird.“

Neben zahlreichen Privatspenden haben auch zahlreiche Institutionen, Firmen und Vereine die Hilfsaktion unterstützt. Viele ehrenamtliche Helfer haben zudem die Logistik organisiert. „Im Namen der Region Vorderland-Feldkirch danke ich allen für ihre Großzügigkeit und die vielen helfenden Hände“, so Wöß-Krall.