Pferdestärke im Forstbetrieb

Vorarlberg / 01.05.2022 • 17:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stadträtin Martina Brandstetter mit dem Holzakkordanten Peter Erath und Hengst Tonio. Stadt Bludenz

Stadträtin Martina Brandstetter mit dem Holzakkordanten Peter Erath und Hengst Tonio. Stadt Bludenz

Noriker-Hengste Tonio und Vario im Einsatz im Bludenzer Forstgebiet.

Bludenz Der diesjährige Frühjahrs­einsatz der Noriker-Pferde in den Bludenzer Wäldern war wieder ein Erfolg. Die kräftigen Kaltblüter halfen, mehrere Tonnen Holz aus den Wäldern zu befördern.

Das Stadtgebiet Bludenz, von Außerbraz bis zur Grenze zu Nüziders, ist zu gut drei Vierteln mit Wald bedeckt. Die rund 24 Quadratkilometer Waldboden müssen regelmäßig aufgeforstet werden, um den Wald gesund und frei von Schädlingen zu halten. In den vielfältigen Bludenzer Forsten kommen im Frühjahr und Herbst Norika-Hengste zum Einsatz, um Bäume und abgeholzte Stämme aus den Waldparzellen zu transportieren. Das „Pferderücken“ ist eine der ältesten Techniken, um Altholz aus den Wäldern zu schaffen. Der Vorteil ist eindeutig: Ihre Wendigkeit kann durch keine Maschine ersetzt werden. Zudem ist diese Methode schonend für Boden und Baumbestand. Das Vorhaben erfordert viel Geschick und vor allem ein eingespieltes Team von Pferd und Mensch.

Stadträtin für Land- und Forstwirtschaft Martina Brandstetter erlebte den Einsatz hautnah mit und äußerte sich beeindruckt: „Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Stärke und Präzision Mensch und Tier zusammenarbeiten. Die richtige und vielfältige Auswahl der Nutzungsart ist für unseren Waldbestand sehr wichtig. Toll ist es auch, dass wieder vermehrt auf altes Handwerk und ressourcenschonende Methoden zurückgegriffen wird. Letztes Jahr wurden zum Beispiel zehn Prozent der Altholzmenge mit Pferden im Bludenzer Forst aufgearbeitet.“ Im Herbst sind weitere Einsätze mit den Pferden geplant.