Alles gut bei unseren Bienen

Vorarlberg / 03.05.2022 • 19:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bienen haben heuer schon viel gearbeitet.VN/Paulitsch
Die Bienen haben heuer schon viel gearbeitet.VN/Paulitsch

Sie fliegen, bestäuben und sammeln fleißig Nektar. Der Menschen liebsten Insekten kommt das Wetter entgegen.

Schwarzach Nass, kalt und ungemütlich war es vergangenes Jahr in der wichtigsten Zeit für Bienen, der Blühphase. Folge: Sie konnten ihre Arbeit nicht tun, sammelten keinen Nektar, von einem nennenswerten Honigertrag konnte man nicht sprechen.

„Dieses Jahr ist die Entwicklung bisher erfreulich. Die Bienen haben den Winter gut überstanden und kamen bisher auf ihre Kosten“, berichtet Gerhard Mohr (56), Präsident des Vorarlberger Imkerverbandes. Die richtige Mischung zwischen Feuchtigkeit und Sonne ließ die kleinen Hautflügler emsig ausschwärmen und ihre für den Menschen und sie selbst segensreiche Arbeit tun. „Sie konnten bestäuben und Nahrungsvorräte anlegen“, bringt Mohr die positiven Fakten auf den Punkt.

Kaum Ertrag im Vorjahr

Allzu viel sollte nicht mehr schiefgehen. Die Blüte neigt sich langsam dem Ende zu, vieles ist für die Honigproduzenten schon geschafft. „Bald gibt es für die Bienen eine Pause. Ab Juni sollten sich ihre Aktivitäten dann auf die Wälder konzentrieren, wo sie Nahrung auf Blättern und Nadeln finden“, klärt der Experte über die kommende Schaffensperiode der summenden Insekten auf.

Von solchen Entwicklungen konnten die meisten der 1400 Imker im Land voriges Jahr nur träumen. Damals gab es nur für einige wenige zumeist in höheren Lagen etwas Honig. „Der Ertrag lag insgesamt bei vielleicht 30.000 Kilogramm. Gewöhnlich ist es ein Vielfaches“, sagt Mohr. Einigen Imker war das letzte Jahr zu viel. Sie haben ihre Tätigkeit eingestellt. Nachwuchssorgen kennt die Branche dennoch nicht. „Immer noch verzeichnen wir jährlich zwischen 80 bis 100 Neulinge, die sich für die Imkerei interessieren. Einziges Problem dabei: Die Zahl der Völker ist nicht größer geworden. Derzeit sind es in Vorarlberg ca. 11.000.“

Für die Zukunft hat sich der Verband einiges vorgenommen. „Wir wollen unter anderem das Schulungsprogramm erweitern und uns vermehrt auf die Züchtung von Bienenarten verlegen, die eine Varroa-Toleranz aufweisen“, beschreibt Gerhard Mohr die geplanten Aktivitäten im Verband. Die Varroa-Milbe ist einer der größten Feinde der Bienen. Auch gibt es Lindenpflanzaktion. Linden sind die Lieblingsbäume der Bienen.

Netzwerk pflegen

Derzeit wird in durchschnittlich guten Bienenjahren ein Viertel des Honigbedarfs der Vorarlberger im Land erzeugt. Jeder Vorarlberger konsumiert im Jahr durchschnittlich ein Kilo Honig.

Eine weitere Aktivität der Verantwortlichen des heimischen Imkereiverbandes betrifft die Vertiefung seines Netzwerks. Besonders wichtige Partner
sind die Gemeinden, aber
auch Organisationen wie „Blühendes Vorarlberg“. VN-HK

„Heuer ist die Entwicklung bei den Bienen erfreulich. Das war im Vorjahr nicht so.“

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