Innovationsfirmen nehmen Kurs auf Bregenz

Vorarlberg / 03.05.2022 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Grundstück, auf dem das Innovationsquartier entstehen soll, ist knapp 5500 Quadratmeter groß. <span class="copyright">PRisma</span>
Das Grundstück, auf dem das Innovationsquartier entstehen soll, ist knapp 5500 Quadratmeter groß. PRisma

Prisma plant an der Arlbergstraße neues Innovationsquartier.

Bregenz Die BP-Tankstelle an der Ecke Arlbergstraße/Josef-Huter-Straße in Bregenz wurde bereits abgerissen, das Gebäude dahinter folgt demnächst, früher oder später muss auch das Siemens-Gebäude dran glauben. Warum? Eine Tochterfirma des Standortentwicklers Prisma hat die Grundstücke von Siemens und BP gekauft. Ab 2024 soll auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal ein neues Innovationsquartier gebaut werden. Fest steht bereits: Siemens wird der Hauptnutzer bleiben. Welche Technologie- und Innovationsunternehmen sonst noch im Bregenzer Stadtteil Weidach einziehen werden, steht Prisma zufolge noch nicht fest. „Wir haben immer viele Anfragen für Bregenz gehabt. Der Standort ist so gut, dass wir überhaupt keine Sorgen haben, die anderen Flächen zu besetzen”, erläuterte Prisma-Vorstand Bernhard Ölz bei der Projektvorstellung am Dienstag. 

<span class="copyright">PRisma</span>Das Quartier befindet sich in Innenstadt-, See- und Bahnhofsnähe.
PRismaDas Quartier befindet sich in Innenstadt-, See- und Bahnhofsnähe.

Drei bis vier Gebäude

Das neue Quartier soll aus voraussichtlich drei bis vier Gebäuden bestehen und in mehreren Etappen umgesetzt werden. “Über die Dichte und so weiter werden wir uns mit der Stadt in den nächsten Monaten unterhalten”, ergänzt Ölz. Das Hauptaugenmerk der ersten Etappe liegt auf dem neuen Firmensitz von Siemens. Der Neubau entsteht auf dem ehemaligen BP-Grundstück, direkt neben dem jetzigen knapp 60 Jahre alten Gebäude, das nach dem Umzug abgerissen wird. Die Firma Siemens ist seit 94 Jahren in Vorarlberg tätig. In der Niederlassung, die auf innovative Gebäudetechnik spezialisiert ist, arbeiten derzeit rund 100 Mitarbeiter. “Wir sind auf einem starken Wachstumskurs. Der jetzige Standort ist viel zu klein, zu verschlossen, zu sehr nach innen orientiert und von der technologischen Ausstattung her nicht mehr zeitgemäß “, bekräftigt Niederlassungsleiter Paulus Vergeiner.

Das Siemens-Gebäude ist 60 Jahre alt. Die BP-Tankstelle wurde bereits abgerissen, das Gebäude dahinter folgt demnächst. <span class="copyright">VN/GEr</span>
Das Siemens-Gebäude ist 60 Jahre alt. Die BP-Tankstelle wurde bereits abgerissen, das Gebäude dahinter folgt demnächst. VN/GEr
Die BP-Tankstelle wurde bereits abgerissen, das Gebäude dahinter folgt demnächst. <span class="copyright">VN/GEr</span>
Die BP-Tankstelle wurde bereits abgerissen, das Gebäude dahinter folgt demnächst. VN/GEr

Neben Flächen für Technologie- und Innovationsunternehmen sind laut Nikolaus Ess, Geschäftsführer von Prisma Vorarlberg, auch Gastronomieangebote, Räumlichkeiten für kleinere Veranstaltungen und zum Standort passende Wohnmodelle vorgesehen. Der Standort könne nur an Attraktivität gewinnen, sagt der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch. “Wir sind bemüht, die Anforderungen für dieses Quartier so rasch es geht durch die Gremien zu bringen”, versichert er. 

Zahlen und Fakten

Grundstücksfläche 5469 m²

Nutzungen Technologie- und Innovationsunternehmen, Wohnungen, Gastronomie, Veranstaltungsmöglichkeiten etc.

Investition rund 60 Mio. Euro netto

2022-2024 Projektentwicklung, Städtebau, Architektur

2024-2026 Erste Bauetappe (u. a. Siemens)

ab 2025 Vorbereitung und Umsetzung weiterer Etappen

bis 2028 Fertigstellung Gesamtquartier

Nikolaus Ess (Prisma), Paulus Vergeiner (Siemens) und Bernhard Ölz (Prisma). <span class="copyright">Prisma</span>
Nikolaus Ess (Prisma), Paulus Vergeiner (Siemens) und Bernhard Ölz (Prisma). Prisma