E-Mobilität im Land nimmt weiter Fahrt auf

Vorarlberg / 04.05.2022 • 18:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
37 Prozent aller in Vorarlberg neu zugelassenen Fahrzeuge sind zumindest teilelektrifiziert. Reuters
37 Prozent aller in Vorarlberg neu zugelassenen Fahrzeuge sind zumindest teilelektrifiziert. Reuters

E-Auto-Neuzulassungen in Vorarlberg im ersten Quartal 2022 deutlich über Österreich-Schnitt.

Rankweil Es sind herausfordernde Zeiten auch für Vorarlbergs Autohandel. Unterbrochene Lieferketten, lange Wartezeiten und hohe Energiepreise bremsen den Fahrzeugabsatz aus. Alleine im ersten Quartal des Jahres ist der Neuwagenverkauf um 18 Prozent auf 2258 Fahrzeuge eingebrochen. Der Rückgang bezieht sich auf bereits niedrige Zahlen aus dem Pandemiejahr 2021. Während Autos mit Verbrennungsmotoren besonders unter der Absatzflaute leiden, legen elektrifizierte Modelle deutlich zu. So sind in den ersten drei Monaten des Jahres in Vorarlberg 837 Autos mit Hybrid- bzw. Elektroantrieb zugelassen worden, mehr als je zuvor.

Vorarlberg an der Spitze

Die Elektromobilität hat nach einem jahrelangen Schattendasein kräftig an Fahrt aufgenommen. „Es sind bereits 37 Prozent aller in Vorarlberg neu zugelassenen Fahrzeuge zumindest teilelektrifiziert“, kommentiert der Sprecher des Vorarlberger Fahrzeughandels, Rudi Lins jun., die aktuellen Zahlen. Bei den reinen Batterieautos (BEV) liegen die Wachstumsraten in Vorarlberg zudem deutlich über dem Österreichschnitt. 391 E-Autos zwischen Jänner und März bedeuten einen Zuwachs von 8,2 Prozent. Der Anteil im Gesamtmarkt liegt in Vorarlberg mit 17,3 Prozent deutlich höher als in anderen Bundesländern (Österreich: 13,7 Prozent).

Die Elektromobilität im Land ist auf der Überholspur. „Wir gehen davon aus, dass der Anteil der reinen Elektroautos an den Neuzulassungen in den nächsten Jahren den Anteil der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren übersteigen wird“, rechnet Rudi Lins jun. mit einem weiteren Wachstum. Die Zukunft sei definitiv elektrisch, so der Sprecher des Autohandels im Land.

Bedarf an Lademöglichkeiten steigt

Mit der deutlich steigenden Zahl an Elektro- und teilelektrifizierten Fahrzeugen im Land braucht es auch einen weiteren Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Es sei zwar schon viel getan worden, so Rudi Lins. Mit dem zu erwartenden Wachstum seien aber zusätzliche Anstrengungen notwendig. „Wichtig wären auch Maßnahmen, um länderübergreifend für mehr Transparenz bei Ladetarifen und Zugang zu öffentlichen Ladestationen zu sorgen.“ VN-MIG

„Es sind heuer bereits 37 Prozent aller neuen Autos zumindest teilelektrifziert.“

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