Statt Maiblasen endlich wieder ein echtes Konzert in Hohenweiler

Vorarlberg / 04.05.2022 • 15:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zündschnur-Ulli-Troys „Wenn d’Musig wiedor afoht, na langar, stillar Zit“ war das Motto für das Comeback-Konzert in Hohenweiler. <span class="copyright">STP/4 </span>
Zündschnur-Ulli-Troys „Wenn d’Musig wiedor afoht, na langar, stillar Zit“ war das Motto für das Comeback-Konzert in Hohenweiler. STP/4

Hohenweiler Musik kehrt zur Normalität zurück und lud zum Tag der Blasmusik in den hokus.

Hohenweiler „Als im Februar die Coronaeinschränkungen nach und nach gelockert wurden, haben wir uns entschlossen, statt dem traditionellen Maiblasen nach zwei Jahren Pause wieder für ein ,richtiges‘ Konzert zu proben“, erklärte Obmann Peter Steurer die „Programmänderung“ bei seiner Hohenweiler Musik, die zum Tag der Blasmusik in den hokus einlud.

Freude spürbar

Die Erleichterung über die weitgehende Rückkehr zur Normalität schlug sich in spürbarer Spielfreude nieder und ließ das zahlreiche Publikum einen vergnüglichen Konzertabend erleben – nach zwei schwierigen Jahren, in denen das Vereinsleben immer wieder durch Einschränkungen gegen null heruntergefahren werden musste, eine echte Erleichterung für Kapellmeister Helmut Brutscher, der den Musikverein für dieses Konzert wieder mit Gästen aus befreundeten Musikvereinen verstärkt hatte.

Nach zwei Jahren mit viel Improvisation, schwieriger Probentätigkeit und zeitweise kompletter „Pause“ gestaltete sich auch die Probenarbeit für das Comeback-Konzert besonders am Anfang schwierig. „Es gab immer wieder coronabedingte Ausfälle, geregelte Probenarbeit sieht anders aus – und sogar unmittelbar vor dem Konzert hatten wir Quarantäne-Fälle zu beklagen“, blickt Steurer auf die Konzertvorbereitung zurück, die speziell für den Kapellmeister herausfordernd war.

Interessante Premiere

Am Ende wurden auch diese Widrigkeiten gemeistert und Melanie Oberhauser konnte durch ein interessantes und vielfältiges Programm führen, das auch eine Premiere beinhaltete: Stefan Moosbrugger, der die Ausbildung zum Dirigenten erfolgreich abgeschlossen hat, stand erstmals vor großem Publikum am Dirigentenpult und meisterte seine Premiere mit Bravour.

Nichts verändert hat die Konzertpause an der Programmgestaltung – sie war gewohnt breit gefächert und reichte von The Best of James Bond über den Marsch der Textilarbeiter oder die Augenblicke-Polka bis zum Quadriga Marsch, der neuen böhmischen Blasmusik oder The Lion King und Concerto d’Amore bis zur Weinkeller-Polka und dem Flügelhorn im Rucksack.

Die Zugaben waren zwei Jubilaren gewidmet, die auf diese Auszeichnung zwei Jahre warten mussten: Stefan Sohler und Kapellmeister Helmut Brutscher hatten ihre Urkunden für langjährigen Einsatz für die Blasmusik vereinsintern schon 2020 erhalten – die Würdigung in entsprechendem Rahmen vor großem Publikum wurde jetzt nachgeholt.

Auch heuer „Sommerblaswoche“

Stichwort nachgeholt: Auch das traditionelle Maiblasen soll mit Verspätung stattfinden – so wie in den vergangenen Jahren, als aus dem Maiblasen eine „Sommerblaswoche“ wurde. 2020 zogen Musikantinnen und Musikanten nach entsprechenden Lockerungen erst im August durch das Dorf, 2021 rückten sie bereits im Juli aus, um an fünf Tagen musikalische Grüße in alle 26 Parzellen der Gemeinde zu tragen.

Heuer ist geplant, dieses verspätete Maiblasen in der ersten Juli-Woche durchzuführen – der detaillierte Zeitplan, wann wo gespielt wird, wird dann noch rechtzeitig bekannt gegeben. STP

Mit Verspätung konnte Obmann Peter Steurer (r.) die Jubilare Stefan Sohler und Helmut Brutscher (l.) einem großen Publikum vorstellen.
Mit Verspätung konnte Obmann Peter Steurer (r.) die Jubilare Stefan Sohler und Helmut Brutscher (l.) einem großen Publikum vorstellen.
Stephan Moosbrugger feierte als Dirigent Premiere.
Stephan Moosbrugger feierte als Dirigent Premiere.
<p class="caption">Melanie Oberhauser führte mit interessanten Infos durch das Programm.</p><p class="caption"/>

Melanie Oberhauser führte mit interessanten Infos durch das Programm.