AK Vorarlberg fordert gesetzlichen Mindestlohn von 1700 Euro netto

Vorarlberg / 05.05.2022 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg Hubert Hämmerle. Gorbach/AK Vorarlberg
Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg Hubert Hämmerle. Gorbach/AK Vorarlberg

Feldkirch Im Mittelpunkt der 189. Vollversammlung der Arbeiterkammer in Feldkirch stand das Thema Teuerung und die damit einhergehende Notwendigkeit einer Lohnerhöhung. So wurde die Forderung eines gesetzlichen Mindestlohns von 1700 Euro brutto von allen Fraktionen einstimmig beschlossen. „Alles andere ist blanker Hohn“, so AK-Präsident Hubert Hämmerle. Denn derzeit schießen die Preise in nahezu allen Bereichen durch die Decke. So sind für viele Menschen allein die Lebenserhaltungskosten kaum mehr tragbar. Eine Abgeltung der Inflation ist daher dringend notwendig. Die Senkung der Mehrwertsteuer hält Hämmerle allerdings für keine geeignete Maßnahme. „Davon profitieren die Unternehmen, nicht aber wir Arbeitnehmer“. Viel mehr brauche es höhere Löhne sowie eine Senkung der Lohnsteuer, außerdem die Abschaffung der kalten Progression. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren etwa der Geschäftsbericht des AK-Direktors Rainer Keckeis sowie der Rechnungsabschluss 2021 in Höhe von 28 Millionen Euro, der ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Einig waren sich die vertretenen Fraktionen auch bei nahezu allen anderen Themen. Diese reichten von der Pflegemisere über die Gleichstellung und Kinderbetreuung bis hin zur Unterstützung armutsgefährdeter Personen und Rehabilitations-ressourcen für Covid-19-Geschädigte. VN-LAF