Masterplan für die Personalsituation in der Langzeitpflege

Vorarlberg / 05.05.2022 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Maßnahmenpaket soll den Pflegekräften die Arbeit erleichtern.

Bregenz Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Betreuungs- und Pflegekräfte habe oberste Priorität, betont Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker in einer Beantwortung einer FPÖ-Anfrage zur personellen Situation in der Langzeitpflege. „Es ist wichtig, dass wir Maßnahmen ergreifen, die den Pflegekräften ihre tägliche Arbeit erleichtern“, ergänzt Wiesflecker. Mit dem Masterplan „Betreuung und Pflege im Langzeitbereich“, der gemeinsam mit allen wichtigen Systempartnern erarbeitet wurde, liegen laut der Soziallandesrätin mehr als 40 verschiedene Maßnahmen vor, die gebündelt und nach ihrer Wirksamkeit gereiht wurden. „Wir müssen uns vor allem darum bemühen, das bestehende Personal zu halten und zu qualifizieren“, erläutert Katharina Wiesflecker.

Kollektivvertrag

Der heurige Abschluss des Kollektivvertrages ist für die Landesrätin ein wichtiges Signal an die Pflege- und Betreuungskräfte. Neben einer besseren Abgeltung der Einspring- und Wochenenddienste habe es auch finanzielle Verbesserungen für die Heimhilfen gegeben. 

Weitere Maßnahmen des Masterplans: die raschere Anerkennung von Nostrifizierungen und eine Imagekampagne, die im Mai starten wird. Um die diplomierten Pflegekräfte zu entlasten, soll vermehrt Stützpersonal in den Pflegeheimen zum Einsatz kommen. „Wir haben an der Schule für Sozialbetreuungsberufe das Angebot an Ausbildungsplätzen ausgebaut, um mehr Fachsozialarbeiter zu bekommen. 2021 haben 122 Schüler angefangen“, erklärt die Landesrätin.

Die Berechnungen lassen darauf schließen, dass in der stationären und in der mobilen Langzeitpflege bis 2030 aufgrund von Pensionierungen oder Austritten über 680 Pflegekräfte ersetzt werden müssen und durch die demografische Entwicklung ein zusätzlicher Bedarf von rund 780 Pflegekräften entstehen wird. 

„Wir haben an der Schule für Sozialbetreuungsberufe das Angebot ausgebaut.“