Wie man aus dem Garten eine Oase der Biodiversität schaffen kann

Vorarlberg / 06.05.2022 • 16:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jeder kann im Garten eine Oase der Biodiversität schaffen.Harald Rammel
Jeder kann im Garten eine Oase der Biodiversität schaffen.Harald Rammel

Bludenz Der Frühling ist da, überall blüht, grünt und sprießt es. Die Natur- und Gartenfreunde zieht es ins Freie und die Gartensaison hat bereits begonnen. Wie aber kann man aus seinem Garten, dem Balkon oder der Terrasse einen Ort machen, der Mensch, Tier und Pflanzenwelt in Einklang bringt?

Der Vortragende Harald Rammel, Berater von Natur im Garten Vorarlberg, gab bei seinem Vortrag wertvolle und interessante Tipps, wie auch schon mit einfachen Mitteln der eigene Grünraum nachhaltig zum Positiven verändert werden kann. Gärtnern ohne chemisch-synthetische Dünger, Pestizide und Torf ist dabei das Kernkriterium. Dass nur schon durch das richtige Gießen viel erreicht werden und Schimmelbefall sowie Braunfäule vermieden werden kann, schilderte er ebenso lebhaft wie das fachgerechte Anlegen eines Komposthaufens. „Eines sollten Naturgärtner auf jeden Fall mitbringen: Die Freude an der wildwuchernden, grünen Vielfalt, so wird das eigene Grün zur Oase für alle“, betonte der Vortragende.

Mit den praktischen Tipps und Tricks können die Teilnehmenden eine Oase der Biodiversität schaffen. Pflanzen und Tiere brauchen, um sich auszubreiten, sogenannte Biotoptrittsteine, da sie größere Distanzen im versiegelten urbanen Raum sonst nicht überwinden können. Damit ist ein Naturgarten nicht nur schön und klimafreundlich, sondern trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Eine Philosophie leben

„Ein Naturgarten mit großer Pflanzenvielfalt, mit Blumenwiesen, Obstbäumen, einem leckeren Naschgarten, einer Kreislaufwirtschaft mit Kompostierung und wilden Ecken ist eine Philosophie, die ich nur gutheißen kann. Gern lebe und praktiziere ich diese nachhaltige, naturbelassene Art von Gärteln, die mir immer wieder Kraft im Alltag gibt und meine Lebenseinstellung seit Kind auf prägt“, schwärmt Martina Brandstetter, Stadträtin für Abfallwirtschaft, Forst- und Landwirtschaft und Jagd, die den Vortrag ebenfalls persönlich besuchte und begeistert war.