Moderator Matthias Neustädter hat das Radiomachen im Blut

Vorarlberg / 07.05.2022 • 13:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Seine Sendung "Neues bei Neustädter" ist seit dem 7. Mai 2012 im Programm von Radio Vorarlberg. <span class="copyright">ORF/Shourot</span>
Seine Sendung "Neues bei Neustädter" ist seit dem 7. Mai 2012 im Programm von Radio Vorarlberg. ORF/Shourot

Sendungsgestalter und Moderator seit zehn Jahren im Alleingang.

Dornbirn 2000 Livesendungen, 1600 Gäste sowie an die 15.000 Anruferinnen und Anrufer auf Sendung. Das ist die Bilanz, wenn Matthias Neustädter auf zehn Jahre „Neues bei Neustädter“ zurückblickt. Seit dem 7. Mai 2012 ist die Sendung bei ORF Radio Vorarlberg on air. Von 13 bis 14 Uhr begrüßt er täglich zum Talk und lädt Hörerinnen und Hörer zur Diskussion und zum Mitreden ein. Jeden Freitag gibt es die Zusammenfassung mit Highlights und Reaktionen auf die Themen der Woche.

In seinen Sendungen kommt bei dem Moderator, der gleichzeitig auch Sendungsgestalter ist, Aktuelles aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheit zur Sprache. Bei dieser Vielfalt an Themen kommt dem 57-Jährigen sein Jusstudium zugute. „Das Studium war die ideale Ausbildung. Es hat mich gelehrt, komplexe Zusammenhänge in rascher Zeit zu begreifen“, erklärt Neustädter.

Matthias Neustädter in einer Aufnahme aus dem Jahr 1984.  <span class="copyright">Neustädter</span>
Matthias Neustädter in einer Aufnahme aus dem Jahr 1984. Neustädter

Das Studium war für den gebürtigen Altacher als Absicherung gedacht, falls es mit seinem Berufswunsch Journalist nicht klappen sollte. Für Matthias Neustädter war von Anfang an klar, dass er zum ORF will. Als 17-Jähriger hat der “leider nicht mehr aktive” Fußballfanatiker im Jänner 1982 seinen ersten Beitrag für das damalige Jugendmagazin „7 nach 7“ gemacht. “Eigentlich wollte ich Sportreporter werden”, erinnert sich Neustädter. Seine Stationen führten ihn jedoch unter anderem in den aktuellen Dienst. Von 2005 bis 2011 war er Programmchef. Für Liveeinstiege für die Sendung Vorarlberg heute stand er in seiner 40-jährigen Journalistenlaufbahn vor der TV-Kamera. “Aber das Radio lag mir mehr am Herzen. Es ist ein einfacheres Medium”, verrät der in Dornbirn Wohnhafte.

Apropos einfach. Auch nach zehn Jahren „Neues bei Neustädter“ braucht der Moderator teilweise Überzeugungsarbeit, um Gäste in seinen Talk einzuladen. “Das Setting ist nicht ohne. Alle Gäste müssen sich meinen sowie den Fragen der Hörerinnen und Hörer stellen. Das kann herausfordernd sein”, schildert er mit einem Schmunzeln im Gesicht. In den vergangenen Jahren habe sich auch der journalistische Background geändert. Ein Thema müsse breit, am besten von vier Seiten her dargestellt werden. “Da gehören ein Gast sowie drei Supporting Acts dazu.” Am Freitag sollten die Themen der nächsten Woche stehen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist dem Vollblutjournalisten, der zugibt, ein Fernseh- und Serienjunkie zu sein, eine seiner ersten Sendungen. Bei dieser war Psychiater Albert Lingg zum Thema “Warum ist der Suizid männlich?” zu Gast. Ein Anrufer kündigte an, sich umbringen zu wollen. “Wir haben es gemeinsam in Gesprächen geschafft, den Mann von seinem Vorhaben abzubringen”, erzählt der Hobbytennisspieler. Die erste Coronasendung mit Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher Ende Februar 2020 oder eine etwas kabarettistische Sendung mit Milliardär und Parteigründer Frank Stronach sind ihm ebenfalls noch präsent. Für diesen Mittwoch hat Matthias Neustädter in seiner Sendung das Thema “Meine Meinung zählt” geplant. Darin will er hörbar machen, wie wichtig die Meinungsäußerung eines jeden Menschen ist.

Matthias Neustädter und seine drei Kinder auf dem Tennisplatz. <span class="copyright">Neustädter</span>
Matthias Neustädter und seine drei Kinder auf dem Tennisplatz. Neustädter

Wenn es möglich wäre, würde der Moderator den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi und den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Streitgespräch einladen. “Über den Papst würde ich mich als Einzelgast freuen”, denkt er über eine fiktive Gästeliste für seine Sendung nach.

Zur person

Beruf: Sendungsgestalter, Moderator

Sendung: „Neues bei Neustädter“

Ausbildung: Jusstudium

Laufbahn: Schon als Schüler beim ORF gearbeitet, seit 1988 fix dabei

Wohnort: Dornbirn

Geburtsdatum: 3. Oktober 1964

Familie: Lebenspartnerin, Vater von drei Kindern: Lea, Felix und Max

Hobbys: Musik (hier vor allem große Konzerte besuchen), Fußball und Informationen jedweder Art