Für inflationsangepasste Steuersätze

Vorarlberg / 08.05.2022 • 19:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Marte fordert flexiblere Lohnsteuersätze statt kalter Progression. ÖAAB
Marte fordert flexiblere Lohnsteuersätze statt kalter Progression. ÖAAB

ÖVP-Arbeitervertreter fordern Ende der kalten Progression.

Bregenz Der ÖAAB Vorarlberg, eine der sechs Teilorganisationen der Vorarlberger Volkspartei, fordert, dass die inflationsbedingte schleichende Steuererhöhung auf Einkommen durch die kalte Progession endlich durch ein zukunftsfähiges Modell abgelöst wird. Entsprechend begrüße man Ankündigungen von Finanzminister Magnus Brunner, ebenfalls ÖVP, zum möglichen Ende der kalten Progression.

Steigende Gehälter werden höher versteuert, was netto übrigbleibt von der Inflation aufgefressen, warnen die beiden Landtagsabgeordneten ÖAAB-Landesobmann Harald Witwer und die geschäftsführende Vorsitzende Veronika Marte. “Wenn es so weitergeht, zahlen auch niedrige Einkommen bald Spitzensteuersätze, während das Leben für sie nicht mehr leistbar sein wird”, klagt Witwer. Marte sieht in Europa ausreichend Beispiele vorhanden, wie es anders funktionieren könne. Angesichts der globalen Entwicklungen, Teuerung, Arbeitsmarktsituation und den Auswirkungen der Pandemie gelte es zu handeln. Ihr Wunsch ist ein faires Steuersystem, in dem die Tarife an die Inflation angepasst werden. “Nur so können wir gewährleisten, dass mit einer Gehaltserhöhung am Ende auch die Kaufkraft und nicht nur die Steuerlast größer wird”, ist die Landespolitikerin überzeugt.