Vom Adelssitz zur Bibliothek

Vorarlberg / 08.05.2022 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Grete Gulbransson verfasste Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Tagebüchern ihrer Mutter Wanda, der ältesten Poellnitz-Tochter einen Roman „Die geliebten Schatten“, in dem sie auch das höfische Leben ihres Großvaters im Schlösschen Babenwohl beschreibt.Helmut Klapper, Rudolf Zündel (VN), Ansichtskartensammlung, Vorarlberger Landesbibliothek
Grete Gulbransson verfasste Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Tagebüchern ihrer Mutter Wanda, der ältesten Poellnitz-Tochter einen Roman „Die geliebten Schatten“, in dem sie auch das höfische Leben ihres Großvaters im Schlösschen Babenwohl beschreibt.
Helmut Klapper, Rudolf Zündel (VN), Ansichtskartensammlung, Vorarlberger Landesbibliothek

Bregenz Wo sich heute die Vorarlberger Landesbibliothek befindet, ist einer der ältesten Siedlungsplätze Vorarlbergs. Die Kelten, die Römer und dann im Jahr 611 die Heiligen Kolumban und Gallus ließen sich hier nieder. Schon im 14. Jahrhundert errichteten die Montforter mit dem Schlösschen Babenwohl oberhalb von Bregenz einen stattlichen Bau. Im 19. Jahrhundert wurde dieser von Baron Poellnitz aus Würzburg gekauft und ausgebaut. 1906 ließ sich hier ein Benediktinerorden aus der Schweiz nieder, der dann einen Klosterbau, eine Bibliothek und schließlich eine Kirche baute. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Mädchengymnasium von Bregenz hier untergebracht und schließlich ab 1985 die Vorarlberger Landesbibliothek.

1906 erwirbt der Schweizer Benediktinerorden Beinwil-Mariastein das Areal. In Erinnerung an den heiligen Gallus erhält die Klosteranlage den Namen St. Gallustift. 1941 wird das Kloster von der Gestapo besetzt und die Mönche ausgewiesen. Nach dem Krieg kehrte der Orden nicht wieder nach Bregenz zurück.
1906 erwirbt der Schweizer Benediktinerorden Beinwil-Mariastein das Areal. In Erinnerung an den heiligen Gallus erhält die Klosteranlage den Namen St. Gallustift. 1941 wird das Kloster von der Gestapo besetzt und die Mönche ausgewiesen. Nach dem Krieg kehrte der Orden nicht wieder nach Bregenz zurück.
Die Kirche des Klosters St. Gallusstift wurde vom Schweizer Architekten Adolph Gaudy geplant. Er verwendet Stilmittel des Barock sowie des Jugendstils, was seine Bauten unverwechselbar macht.
Die Kirche des Klosters St. Gallusstift wurde vom Schweizer Architekten Adolph Gaudy geplant. Er verwendet Stilmittel des Barock sowie des Jugendstils, was seine Bauten unverwechselbar macht.
Der Umbau des Gebäudes zu einer Bibliothek dauerte mehrere Jahre, von 1980 bis 1985. Das ehemalige Schulgebäude wurde zum öffentlichen Bibliotheksraum, das Schlösschen Babenwohl zum Verwaltungstrakt.
Der Umbau des Gebäudes zu einer Bibliothek dauerte mehrere Jahre, von 1980 bis 1985. Das ehemalige Schulgebäude wurde zum öffentlichen Bibliotheksraum, das Schlösschen Babenwohl zum Verwaltungstrakt.

Tag der offenen Tür

Landesbibliothek, 14. Mai 2022, 10 bis 17 Uhr, Führungen, Vorträge, Workshops, Kinderprogramm.

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare