Gefängniskost nach Einbruch in Pizzeria

Vorarlberg / 13.05.2022 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach seinem Komplizen wurde nun auch der Zweitangeklagte zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. eckert
Nach seinem Komplizen wurde nun auch der Zweitangeklagte zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. eckert

Rumänen, die zwei Tresore in Bregenzer Restaurant plünderten, zu Haftstrafen verurteilt.

Feldkirch Der Erstangeklagte saß bereits im April vor Gericht und wurde schuldig gesprochen. Seine Strafe war mit zwölf Monaten ausgemessen worden. Neben dem am Landesgericht Feldkirch verhandelten Einbruch in eine Bregenzer Pizzeria hatte er noch weitere Straftaten zu verantworten. Nun wurde gegen seinen damaligen 27-jährigen Komplizen, ebenfalls Rumäne, verhandelt. Der Arbeitslose konnte anhand eines internationalen Haftbefehls in seiner Heimat festgenommen werden. Dass er bei dem Einbruch in das Bregenzer Innenstadtrestaurant im Dezember 2021 beteiligt war, gibt er zu.

Doch von einer Beute weit über 33.000 Euro will er nichts wissen. Es seien rund 2000 Euro gewesen, er selbst habe lediglich 700 Euro erhalten. Sein Komplize müsse das Geld abgezweigt haben. Doch wie, kann er sich nicht erklären, denn er war laut eigenen Angaben bei der Öffnung des Tresors anwesend. Die leeren Tresore entsorgte man in der Dornbirner Ache.

Dummer Zufall

Dass sich überhaupt so viel Geld in den beiden fest verankerten Tresoren befand, war ein dummer Zufall. Der Besitzer wollte aufgrund von Stress die Tageslosung ausnahmsweise erst am nächsten Tag zur Bank bringen. Zudem hatte er für einen Autokauf Geld im Safe deponiert. Die Einbrecher freuten sich. Laut dem Erstangeklagten teilte man sich die Beute je zur Hälfte. Das dementiert der Zweitangeklagte. „Sie waren ja beim Öffnen des Safes dabei, wie hätte ihr Komplize das Geld verschwinden lassen können?“, schenkt Richter Christoph Stadler dieser Verantwortung keinen Glauben.

Beute verprasst

Der Angeklagte wird zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. Grund dafür ist vor allem seine Vorstrafenbelastung. Mit seinem Geständnis zu einem Teilbetrag ist es auch nicht allzu weit her. Der Strafrahmen beträgt drei Jahre Haft. Dem Restaurant als auch der Versicherung, die für einen Teil des Schadens aufgekommen ist, wird zwar ein Schadenersatz zugesprochen, doch der Verurteilte wird nie bezahlen können. Er ist völlig mittellos.

Er sei nach Österreich gekommen, um zu arbeiten, allerdings seien wegen Corona alle Restaurants geschlossen gewesen, er habe keine Arbeit gefunden und habe stehlen müssen, behauptet er in seinem Schlusswort. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. EC