„Volkspartei ­befindet sich in einer ­schwierigen Phase“

Vorarlberg / 13.05.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nehammer stellt sich beim Parteitag in Graz der Wahl. APA/Schlager
Nehammer stellt sich beim Parteitag in Graz der Wahl. APA/Schlager

graz Schlechte Umfrageergebnisse, Personaldiskussionen und eine Parteifinanzen-Affäre in Vorarlberg: Es sind turbulente Zeiten für die ÖVP, in denen sich Bundeskanzler Karl Nehammer offiziell zu deren Obmann wählen lässt. Bei einem außerordentlichen Bundesparteitag in Graz stellt sich Nehammer am Samstagnachmittag der Wahl. Mit dabei sein wird auch sein Vorgänger Sebastian Kurz, nicht aber dessen Widersacher Reinhold Mitterlehner. Vor der Wahl wird Nehammer eine rund halbstündige Rede halten. „Selbstverständlich wird sich ein wichtiger Teil meiner Rede an die Partei, ihre Funktionäre und Mitglieder richten. Die Volkspartei befindet sich in einer schwierigen Phase“, räumte Nehammer selbst in der „Kleinen Zeitung“ ein. „Es geht auch darum, dass wir das Vertrauen zurück erarbeiten, das ein Stück weit verloren gegangen ist.“ Im anderen Teil gehe es um die großen Themen, die jeden und jede in unserem Land beschäftigen: Krise, Krieg, Pandemie, Energie­kosten, Teuerung.

Kurz’ Auftritt beim Parteitag hat im Vorfeld für viel Aufsehen gesorgt. Ein politisches Comeback schloss er zuletzt aus. Gegen Kurz wird unter anderem in der Inseratenaffäre ermittelt. Aus der Partei hieß es, dass wie üblich alle ehemaligen Parteiobmänner eingeladen wurden. Angesagt haben sich auch Josef Pröll, Wilhelm Molterer, Wolfgang Schüssel und Josef Riegler. Mitterlehner teilte ohne Angabe von Gründen mit, nicht nach Graz zu kommen – es darf aber davon ausgegangen werden, dass dies mit dem schlechten Verhältnis zu Kurz zu tun hat.