Eltern fordern Lösung für Kindi Am Schlatt

Vorarlberg / 16.05.2022 • 16:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Martin Hollenstein setzt sich als Vater für eine schnelle Lösung im Sinne der Sicherheit der Kinder ein.
Martin Hollenstein setzt sich als Vater für eine schnelle Lösung im Sinne der Sicherheit der Kinder ein.

Die letzten Meter zum Kindergarten Am Schlatt sind für Kinder zu einem gefährlichen Unterfangen geworden.

Lustenau „Es ist schlicht und einfach gefährlich“, beginnt Martin Hollenstein, Vater eines Kindergartenkindes zu erzählen. Beim Kindergarten Am Schlatt hat sich die angespannte Verkehrssituation auch mit Beendigung der Bauarbeiten zweier Wohnanlagen nicht entschärft. Im Gegenteil: „Während der Baustelle hat man für die vielen Kindergarten- und Schulkinder, die diese Straße gehen müssen, einen vorübergehenden Gehweg installiert. Der ist jetzt weg. Und die Kinder teilen sich die Straße mit Anrainerautos, Elterntaxis und Fahrradfahrern“, erzählt Hollenstein. Er fordert, wie viele andere Eltern und Anrainer, eine rasche Lösung vonseiten der Gemeinde.

Rücksichtsloser Verkehr

Am Standort Am Schlatt sind derzeit auch die Kinder des benachbarten Rotkreuz-Kindergartens untergekommen. Dadurch hat sich das Verkehrsaufkommen im Birkenweg erhöht. „Das wäre kein Problem, würden die Eltern die Autos weiter vorne anhalten und ihre Kinder zu Fuß die letzten Meter zum Kindergarten begleiten“, so Hollenstein. Die Autos weichen, um nebeneinander vorbeizukommen, nun in die Wiese aus, die eigentlich von den Kindern als scheinbar sicherer Weg gewählt wird. „Hier braucht es eine Lösung. Die Autofahrer verbreitern sich den Birkenweg eigenmächtig.“

Schutzweg für Kinder

Ähnlich sieht das auch Elisabeth Hofer, Mutter eines fünfjährigen Jungen. „Die Straße ist zu schmal für alle. Mein Kind geht fast immer alleine zu Fuß zum Kindergarten. Ich sage ihm zwar jeden Tag, er müsse am Rand gehen und gut aufpassen. Doch auch der Rand bietet nur mäßig Schutz.“ Dazu komme, dass Umkehrmanöver der Eltern vor dem Kindergarten oftmals zu brenzligen Situationen führen. Eine Anrainerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, berichtet über oftmals sehr gefährliche Situationen vor dem Kindergarten. „Viele Kinder nehmen diesen Weg zu Fuß. Ich beobachte regelmäßig, wie Autos auf die Wiese ausweichen, damit sie nebeneinander vorbeikommen.“ Sie fände es sinnvoll, ein partielles Fahrverbot am Morgen und am Mittag einzurichten. „Das würde die Sicherheit der Kinder wesentlich erhöhen.“

Mobilitätsausschuss ist dran

Auf Nachfrage der VN-Heimat erklärt Mathias Blaser (ÖVP), Obmann des Lustenauer Mobilitätsausschusses, dass dieses Problem der Gemeinde bekannt sei. „Wir haben die Verkehrssituation am Schlatt im Mobilitätsausschuss behandelt und sind daran, eine Lösung auszuarbeiten“, sagt Blaser. Er hofft, dass die neue Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Herbst durchgeht. „Dann können wir recht zügig die Straße zu einer Schulstraße umwidmen. Das bedeutet, dass dann die Straße zu bestimmten Uhrzeiten nicht für den Pkw-Verkehr zulässig ist“, so Blaser. Ausgenommen davon ist der Anrainerverkehr. Die Eltern und die Anrainer hoffen auf eine baldige Lösung. bvs

„Die Straße ist zu schmal für alle. Auch der Rand bietet nur mäßig Schutz.“

Jonathan (5) mit seiner Mama Elisabeth Hofer.bvs (3)
Jonathan (5) mit seiner Mama Elisabeth Hofer.bvs (3)
Für Kindergarten- und Schulkinder entstehen durch den fehlenden geschützten Gehweg gefährliche Situationen.
Für Kindergarten- und Schulkinder entstehen durch den fehlenden geschützten Gehweg gefährliche Situationen.