Wegewart (72) stürzt am Hohen Freschen in den Tod

Vorarlberg / 16.05.2022 • 14:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wegewart (72) stürzt am Hohen Freschen in den Tod
Der Polizeihubschrauber “Libelle” kam mit einer Taubergung zum Einsatz. Symbol/Polizei

Dornbirner Pensionist kam bei Kontrolle eines alpinen Wanderweges ums Leben.

Dornbirn Tödlicher Alpinunfall am Hohen Freschen: Am Sonntag gegen 9 Uhr Uhr wanderten ein 72 und ein 73-jähriger Mann aus Dornbirn von der Unterfluhalpe Richtung Hoher Freschen.

Als Wegewarte beabsichtigten sie, den Zustand des alpinen Wanderweges “Binnelgrat” zu kontrollieren bzw. zu sanieren. Als der 73-jährige gegen 13.30 Uhr am Gipfel des Hohen Freschen ankam, befand sich sein Begleiter noch auf dem Weg 50 Meter unterhalb vom Gipfel.

Nicht angekommen

Der 73-jährige wartete auf dem Gipfel auf seinen Begleiter. Als dieser nach 15 Minuten noch nicht oben angekommen war, hielt sein Bergfreund Nachschau. Als er seinen Begleiter nirgends sehen konnte, stieg der 73-jährige Richtung Binnel-Alpe und Unterfluh-Alpe ab und verständigte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle.  

Frische Rutschspuren

Eine Suchmannschaft der Bergrettung Dornbirn wurde per Hubschrauber zum Gipfel des Hohen Freschens gebracht. Dort konnten die Bergretter fünf Meter unterhalb des Gipfels frische Rutschspuren in einem Schneefeld erkennen. Dem Spurenverlauf und der Absturzrichtung folgend konnte ein Bergretter Gegenstände und anschließend den Vermissten selbst regungslos auffinden.

Der Spurenlage zufolge muss der 72-Jährige auf dem Schneefeld ohne Fremdeinwirkung ausgerutscht und durch teilweise senkrechtes Gelände in Richtung Mellental im Gemeindegebiet von Dornbirn abgestürzt sein. Bei dem Sturz erlitt der Pensionist tödliche Verletzungen und wurde mittels Taubergung vom Polizeihubschrauber Libelle geborgen.