Neue Details: Fremde riss Kind mit sich – So schützte der Opa seinen Enkel

Vorarlberg / 17.05.2022 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neue Details: Fremde riss Kind mit sich - So schützte der Opa seinen Enkel
Großvater Theodore Ciardo (57) erinnert sich mit Schrecken an den Vorfall in Hohenems, bei dem er schützend eingriff. VN/sohm

Unbekannte Frau packte im Lidl-Supermarkt plötzlich den kleinen Valerio Matteo.

Hohenems Valerio Matteos Mutter, eine Hohenemserin, entsetzte sich in den Sozialen Medien über einen Vorfall, der sich am vergangenen Samstagnachmittag im und vor dem Lidl in Hohenems ereignete. Ihr Vater Theodoro Ciardo, ein gebürtiger Italiener, hatte ihr davon erzählt.

Auch den VN schilderte der 57-Jährige jenes unheimliche Geschehen, das ihn noch heute verstört. Ciardo, der in Rheineck im Kanton St. Gallen wohnt, fährt regelmäßig nach Hohenems, um Tochter und Enkel zu besuchen. „Sie sind mein ein und alles“, sagt er.  

So auch am Samstag. „Valerio Matteo wollte Fleisch und Nudeln. Da ging ich mit ihm zum Lidl“, erzählt der Großvater. In der linken Hand trug er eine Einkaufstasche, mit der Rechten hielt er den Fünfjährigen.

„Da kam plötzlich eine unbekannte Frau auf uns zu, packte Valerio und wollte ihn mit sich reißen. Sofort fuhr ich sie an und fragte sie, was sie denn wolle? Ich bin überzeugt, dass sie meinen Enkel quasi mitnehmen wollte. Erst nachdem ich sie angeschrieen hatte, ließ sie das Kind schweigend los und flüchtete nach draußen.“

Neue Details: Fremde riss Kind mit sich - So schützte der Opa seinen Enkel
Der kleine Valerio Matteo wurde im Supermarkt plötzlich weggezogen. Giardo

„Nichts eingekauft“

Noch heute fragt er sich, was die Fremde in dem Supermarkt wollte. „Sie hat nichts eingekauft.“ Er verfolgte die Unbekannte und beobachtete, wie sie in einen weißen, ziemlich alten Kastenwagen stieg. „Am Steuer saß ein Mann mit schwarzem Schnauzbart, der dann sofort wegfuhr. Sie selbst zündete sich dabei noch eine Zigarette an.“

Anzeige bei der Polizei

Theodore Ciardo lief ihnen noch nach. Aber es sei ihm in seiner Aufregung unmöglich gewesen, ein Handyfoto von dem Fahrzeug zu schießen. „Als mich die Polizei bei meiner Anzeige nach dem Kennzeichen fragte, konnte ich auch nicht weiterhelfen. Ich weiß nur, dass es eine ausländische Nummerntafel war. Weder österreichisch noch schweizerisch.“ Die Unbekannte habe er als eine etwa 50-jährige Frau in Erinnerung, bekleidet mit einer hellbraunen Hose und einem geblümten Hemd.

Die Polizei bestätigte die Anzeige, ruft jedoch zur Vorsicht im Umgang mit Informationen in sozialen Medien auf. Wie die VN berichteten, kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu angeblichen Vorfällen mit einem unbekannten „Kinderschreck“, der in verschiedenen Vorarlberger Gemeinden versucht habe, Schüler in sein Fahrzeug zu locken. Doch diesbezügliche Ermittlungen haben bisher in keinem Fall zu einem Ergebnis geführt.